Schenkt man dem Internet und Social Media seinen Glauben, bestimmen gerade folgende Dinge den aktuellen Zeitgeist: Trap, Skandinavien und starke Frauen. Die schwedische Künstlerin Ängie ist Anfang 20 und bringt all diese Elemente auf ihrem Debütalbum „Suicidal Since 1995“ zusammen. Ein Erfolgsrezept? Wir glauben schon!

Zwischen Liebe, Lust und Drogenrausch bewegt sich die junge Schwedin seit ihrer ersten Single „Smoke Dope Eat Pussy“ 2016 nicht ausschließlich durch ihre waghalsige Kunst, sondern auch durch ihre außergewöhnliche Stimme im Fokus der internationalen Musikbranche.

We Run“ und „Coke Ain’t Brain“ werden von starken Trap-Beats beherrscht, die sich mit Ängies tiefer Stimme zu wahren Pop-R&B-Hits entwickeln. Opener „Dope“ bleibt gleich durch seinen Refrain im Ohr hängen – Achtung, Ohrwurmgefahr.

„If I look dope when I make music, maybe my music will sound like dope“

Boss“ hingegen präsentiert sich als Lana Del Rey-esque Dream-Pop-Nummer, die nicht grundlos an den New Yorker Superstar erinnert: Der You can be the boss, baby-Refrain ist tatsächlich ein Sampler eines unveröffentlichten Songs von 2010. Zum Abschluss des Albums manifestiert sich die Sängerin als großer The Velvet Underground-Fan mit einem verruchten „Venus In Furs„-Cover.

Suicidal Since 1995“ ist düster, irgendwie verdammt sexy und vom Drogenthema beherrscht. Ein Blatt vor den Mund nehmen? Nicht für Ängie und ihr ungeniertes Debüt. Schwedens Antwort auf Lana Del Rey ist blutjung und gerade dabei, eine der ganz Großen zu werden. Go, Girl!



Autorin: Anna Fliege

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