Hey Elbow, das sind Julia Ringdahl (Gesang / Gitarre), Ellen Petersson (Hörner / Elektronik) und Liam Amner (Schlagzeug)aus Malmö in Schweden. Mit Jazz-Background und einem Ohr für Improvisation und Freiheit kreieren sie exzentrische Popmusik mit großem Sound.

C0C0C0 ist das zweite Studioalbum des schwedischen Trios Hey Elbow und das Follow-up zu ihrem Debütalbum ”Every Other” (2015). Ein Album, dem die monumentalen Tracks „Blanca“, „Martin“ und „Rael“ vorausgingen, die alle mit Live-Videos präsentiert wurden.

C0C0C0 macht für mich vor allem eines aus: Einen bombastischen Sound und jedes Stück als Teil einer Einheit. Über die Monate mir immer mehr ans Herz gewachsen, vor allem seit der Livepremiere auf den Iceland Airwaves Festival.

Eröffnet wir das Album mit „I Hear“ und „Them Say“, zwei Stücke, die ineinander fließen und einen opulenten Aufbau haben. Mit vollem Sound, tiefen Emotionen merkt man von Anfang an, dieses Werk ist voller Kraft: Musikalisch und textlich.

„I hear them say what if I lose my mind, I hear them say what if I lose control?“

 

Vorab gab es schon mit „Quest“, „Tell Me“ und „Back To Reality“ drei Stücke zu hören, die einen direkt auf C0C0C0 neugierig machten und genau den Kern des Albums trafen.

Von kräftigen Aussagen, die stimmlich und mit dem Zusammenspiel der Instrumente eine gewisse Atmosphäre und Kraft ausstrahlen, zeigen sich die Schweden bei jedem einzelnen Stück universell.  Die Leidenschaft zur Musik und Kreativität offenbaren den Zuhörern immer neue Klangwelten.

13 Tracks, die auf eine Art unterschiedlicher nicht sein könnten, aber doch eine starke Verbindung zueinander haben. Auch bei den eher ruhigeren Tönen, wie bei „Ghosts Of Budva“ oder den beiden Stücken „Leave It …“ und „…All Behind“ wird der rote Faden des Albums stets festgehalten.

Abgerundet wird das C0C0C0 durch den instrumentalen Anfang „I Hear“ und Ende „…All Behind“. Dies spiegelt wieder, wie das Album gesehen werden sollte, als ein Ganzes.

 

„Who Are We?“

 

Genau mit C0C0C0 wird dies sehr deutlich. Hey Elbow sind einfach nicht in eine Schublade zu stecken, überraschen immer wieder mit kraftvollen Soundspielen und intelligenten Texten.

 

Persönlich auf dem Iceland Airwaves Festival erlebt, kann man nur sagen, dass C0C0C0 ein sehr gelungenes Werk ist. Mit viel Energie, verspielten Tönen und kräftigem Sound überzeugte die Band nicht nur in der isländischen Hauptstadt live, sondern auch die musikalischen Vorboten, unter anderem „Quest“ zeigten von Anfang an die Richtung des kommenden Albums auf.

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 Exzentrische und opulente Töne in einem kreativen Gewand – Was mit „Every Other“ anfing, wird würdig mit „C0C0C0“ fortgesetzt



Text/Galerie: Nina Paul
Foto: Presse popup-records
 

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