Die aus Birmingham stammenden Musiker die sich zusammen Editors nennen, sind mit Ihrem 5. Studioalbum auf Tour und machten am Sonntag halt in der Domstadt.
Die Erwartungen an die Indie Rocker sind hoch. Die meisten freuen sich auf die alten Klassiker wie “Munich” oder “Papillion”und man ist gespannt, die neuen Songs zu hören.

Nachdem das Album in der Diskographischen Rangfolge der Band eher als schwächeres eingeordnet wurde ist jeder gespannt was die Band aus den Songs live rausholt.

Der Abend startet früh um viertel vor acht mit der Londoner Band Public Service Broadcasting. Die art-rocker beschallen die Zuschauer mit instrumentalen Tracks.
Nach dem doch sehr langen Slot der der Band zugeteilt wurde, gehen die Lichter wieder an und alle warten gespannt auf den Hauptact.

Dann betreten Editors die Bühne. Unter lautem gejubel startet die Band rund um Tom Smith mit der jüngsten Single „Halleluja (So low)“ in den Abend.
Ein klasse Einstieg für ein Konzert.
Die Setlist ist stark dominiert von der neuen Platte. Acht der Neun Songs haben es auf die Setlist geschafft.

Stimmung zum tanzen kommt spätestens beim zweiten Song „A ton of love“ auf. Die Indie Fans stimmen mit Smith ein und es gibt kein halten mehr.

Man merkt schnell, dass das Quintett aus Perfektionisten besteht, die eine einwandfreie Show abliefern. Jeder Übergang ist perfekt wie zum Beispiel bei der Titelsingle der neuen Platte „Violence“ zu „No Harm“.
Besonders der Frontmann sorgt für Begeisterung bei der Masse. Jeder Ton sitzt, jede Höhe füllt er mit seiner unverkennbaren Stimme perfekt aus. Das ganze wird unterstrichen von seiner sehr individuellen Art sich zu bewegen was manche als tanzen verbuchen möchten.

Im Verlauf des Abends begibt sich Smith auch ab und zu ans Klavier wie bei „Eat raw meat = blood drool“ und beweist auch hier sein Können.

Ein wenig melancholischer wird es bei „Nothingness“.
Das Gesamtbild ist Stimmig durch aufwendige Lichtshow und modernem Bühnenbild.

So ganz will jedoch keine richtige Stimmung aufkommen, da ein merkbarer Wechsel von neuen und alten Liedern vorgesehen ist, sowie wenig Unterbrechungen und Interaktion mit den Fans. Man merkt jedoch auch, wie eben genannte den 5 Briten gespannt bei der Arbeit zusehen und in die Musik, sowohl neu als alt, vertieft sind.

Mit einer 22-Song langen Setlist ist der Abend jedoch gut ausgefüllt und wir werden beglückt mit einer langen Zugabe, die ein Solo vom Frontman beinhaltet.

Sie verabschieden den Abend mit „Marching Orders“.

Für Fans war es mit hoher Wahrscheinlichkeit der perfekte Abend und für deren Begleitungen war es bestimmt auch sehr interessant die britische Band einmal live zu erleben.
Das neue Album „Violence“ bekommt auf der Bühne nochmal einen ganz besonderen Glanz verliehen und die älteren Songs wurden zu den Stimmungsträgern des Abends.

Eine Band die live wie auch auf den Platten hörenswert ist.


Text: Lisa Bogowski
Foto: Nina Paul

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