Die Berliner-Formation „Bell Book & Candle“ ist zurück und erfindet sich mit dem brandneuen Werk „Wie wir sind“ gänzlich neu. (Review)

Ein Album komplett auf Deutsch, moderner Deutschpop trifft auf Schlager. Aber keine Angst, ihr müsst nicht schunkeln, denn das Album ist dynamisch genug, um auch die Tanzschuhe auszupacken. Es ist das erste Album seit der Unplugged-Veröffentlichung aus 2014. Es ist viel Zeit ins Land gegangen. Genug, um sich künstlerisch zu verändern.

Mit dem 90er Jahre Hit „Rescue Me“ hatten die Band einen absoluten Ohrwurm, der den allermeisten bis heute im Gedächtnis geblieben ist! Mit neuem Album und neuer Tour, ist die Band aber auch viele Jahre später noch sehr erfolgreich und immer noch gut im Business unterwegs.

Jana Groß, Frontfrau der Band hat uns rund um Album und Band einige Fragen beantwortet und gibt einen Blick hinter die Kulissen…


Seit dem letzten Album ist viel passiert. Ihr habt euch weiterentwickelt und euren Stil verändert. Was hat euch dazu bewegt, das neue Album komplett auf deutsch zu produzieren?

Jana Groß: Das ist hauptsächlich den Coversongs „An den Ufern der Nacht“ und „Junimond“ geschuldet, die wir in unseren Konzerten spielten und die von den Fans immer wieder angesprochen wurden. So entstand die Idee, mehr davon und aus eigener Feder entstehen zu lassen.

Wie würdet ihr euch jemandem vorstellen, der noch nie von euch gehört hat? Wer seid ihr und was macht ihr?

Jana Groß: Wir sind eine Berliner Band, die sich 1994 aus einem Freundeskreis gegründet hat, die 5 englischsprachige Alben mit Rock/Popmusik veröffentlicht hat und deren erstes Album in deutscher Sprache im März 2018 erschienen ist.

Wie hat sich der Song „Rescue Me“ auf euer Leben und eure Karriere ausgewirkt?

Jana Groß: „Rescue me“ ist in Teil von uns, wir haben ihn geschrieben, er hat uns die Welt gezeigt und wir spielen ihn immer noch sehr gern!

Und heute, viele Jahre später: Zuhause oder auf Tour? Was ist schöner?

Jana Groß: Mit der Band unterwegs zu sein, macht einen großen Teil unseres Lebens aus. Wie sind aber auch Familienmenschen und gern zuhause. Aber selbst da oftmals alle zusammen…

Was ist die wichtigste Lektion, die euch die Arbeit in der Musikindustrie gelehrt hat?

Jana Groß: Es ist nur Musik.

Habt ihr als „alte Hasen“ einige Tipps für junge Menschen, die ihren Weg noch suchen?

Jana Groß: Gelassenheit bezüglich der Musik, die man schreibt und spielt stellte sich bei uns erst mit den Jahren ein. Um etwas Erträumtes zu erreichen, könnte man aber in jedem Alter öfter mal los-und Dinge geschehen lassen. Und durchaus überrascht werden! Natürlich trotzdem nicht vergessen, an sich und seinem Instrument zu arbeiten.

Welche Musik hört ihr gerne und welchen Song bekommt ihr einfach nicht aus dem Kopf?

Jana Groß: Wir haben unterschiedliche Vorlieben-Andy ist sehr geprägt von Toto und Van Halen, Henne liebte The Police und ich bin eher Fan von melancholischer Musik. Zusammen ergibt das für Bell Book eine wilde Mischung. Ein Song, auf den wir uns aber alle einigen können, ist „Home“ von Depeche Mode.

Irgendwelche Wünsche für die Zukunft, musikalisch oder privat?

Jana Groß: Wir würden uns wünschen, das vielen Menschen unser Album etwas bedeutet. Sie die Songs in ihrem Leben haben wollen und zahlreich unsere Konzerte besuchen

Was dürfen eure Fans dieses Jahr noch erwarten?

Jana Groß: Wir sind ab April unterwegs und spielen eine eigene Tour, sowie Festivals, Stadtfeste und Radioshows über das gesamte Jahr. Außer den deutschen sind natürlich auch die älteren Songs, wie „Rescue me“, „Read my sign“ und „catch you“ dabei.


Autor: Dominik Huttner Foto: Bell Book & Candle | WDR 4

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