Während der kalte Winterwind an diesem Samstagabend durch die Dortmunder Innenstadt weht, füllt sich der wohltemperierte Klub des FZW langsam aber sicher mit einer buntgemischten Meute. Der Grund für diese Zusammenkunft trägt heute zwei Namen: Mine & Fatoni.

Die Stuttgarter Singer-Songwriterin und der Münchener Rapper sind ein ungleiches Duo, dass entgegen vieler Erwartungen wunderbar harmoniert. Die befreundeten Musiker kollaborierten bereits in der Vergangenheit mehrfach, seit diesem Oktober ist ihr gemeinsames Album „Alle Liebe Nachträglich“ hörbar.

An heutigen Abend treffen Fans von Mine auf Fans von Fatoni, Fans von „Alle Liebe Nachträglich“ und auf Fans wie mich, die sowohl die beiden Künstler, als auch die gemeinsame  Arbeit schätzen.

Auf der kleinen Bühne ist es ganz schön voll, die beiden haben eine Band im Gepäck, die jeden Song zu einem ganz besonderen, neuen Erlebnis machen. Gleich zu Beginn gibt es mit „Traummann„, „Aua“ und „Romcom“ drei meiner Lieblingstracks. Es macht richtig Spaß, Mine & Fatoni in ihrem Element zu beobachten, zu den starken Beats zu tanzen und die Zeilen über Liebe und ihre Schwierigkeiten mitzusingen.

Nicht nur während den musikalischen Performances bereiten sie Freude, in den Pausen wird viel gelacht, Whiskey und liebgemeinte Seitenhiebe werden verteilt.

Wenn schon einmal zwei grandiose Solokünstler gemeinsam auf Tour gehen, dürfen ein paar ihrer eigenen Songs natürlich nicht fehlen. Mine bekommt nach „Ziehst du mit“ den Vortritt, nimmt den dringenden Publikumswunsch, „Essig auf Zucker“ vom Album „Das Ziel ist im Weg“ zu spielen, entgegen und spielt noch eine Hand voll weiterer toller Lieder.

Fatoni grüßt nach ihrem Abgang vom kleinen Balkon des Klubs, der gegenüber der Bühne lokalisiert ist. Dort spielt er „Kann nicht reden, ich esse„, um sich danach seinen Weg durch das Publikum zurück auf die Bühne zu bahnen. Hier gibt es nach einer 1A-Freestyle-Einlage noch zwei Songs seines Albums „Yo, Picasso„, bei welchen ein Großteil des Publikums, darunter ich, mehr oder weniger gut mitrappen können. Die Hauptsache ist heute Abend allerdings, Spaß zu haben – und den haben wir!

Nun wird es aber wieder Zeit für die gemeinsamen Albumtracks. Das Publikum kommt während des Konzertes zum Glück in den Genuss, alle Songs der LP hören zu können, ein vielleicht einmaliges Erlebnis! Für „Mehr“ kommt der Supportact des Konzertes, Tristan Brusch, noch einmal auf die Bühne. Der Sänger darf keinesfalls unerwähnt bleiben. Auf ganz besondere, künstlerische Weise hat er Songs auf Lager, die sich nicht einfach so in eine Schublade stecken lassen. Definitiv sollte jeder einmal seiner EP „Fisch“ eine Hörprobenchance geben.

Leider vergeht das Spektakel viel zu schnell, so ziehen Mine & Fatoni uns in den Bann, die Stimmung ist durchweg gut, kaum ein Gast kann still stehen bleiben, die überwiegende Masse lässt sich mitreißen und vergisst den verschneiten Alltag für diesen Abend.

Wer noch die besondere Chance hat, die beiden gemeinsam auf Tour zu erleben, sollte diese unbedingt wahrnehmen, doch auch im Nachgang sind sowohl Mine als auch Fatoni zwei Künstler, die live sehr empfehlenswert sind.

Autorin & Photocredit: Anna

 

 

 

 

 

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