Die Musikindustrie ist bunt, vielfältig und schläft nie. Während wir noch jenen Song feiern, der vor einer Woche veröffentlicht wurde, sitzt der nächste Künstler mit seinen Werken bereits in den Startlöchern und garantiert uns so einen lückenlosen Übergang in unserer Spotify-Endlosschleife.

Neben unfassbar genialen Originalen und ebenso tollen Covern, denen sich manche Künstler für Formate wie „BBC Live Lounge“ oder „Like A Version“ annehmen, finden sich in den Weiten des Internets auch immer wieder Cover, die leider nicht gelungen sind und in den allerschlimmsten Fällen „die Ohren bluten“ lassen.

Heute zeigen wir euch jene Cover, die gut gemeint aber leider schlecht umgesetzt wurden, die mit dem Original erschreckend wenig gemeinsam haben und dem Künstler keine Ehre erweisen.


Dominik: Clean Bandit – Royals (Lorde Cover)

Wunderschönes Beispiel von ‚weniger ist mehr‘. Hier hat die britische Elektropopband Clean Bandit einmal zu viel am Regler gedreht und aus Lordes wunderschöner Uptempo-Ballade eine erschreckende Tanznummer ohne Charakter und jeglichen Wiedererkennungswert gemacht. Übersteuert, übertrieben und am Ziel vorbei wurde keine Hommage aus ‚Royals‘, sondern etwas das man ganz schnell wieder ausschalten möchte.

Anna: George Ezra – Counting Stars (One Republic Cover)

Man hat so seine Lieblingskünstler und auch seine Lieblingslieder – doch manchmal treffen diese aufeinander und naja, harmonieren einfach nicht. George Ezra ist, meiner Meinung nach, ein wunderbar talentierter, vielseitiger junger Mann. „Counting Stars“ von One Republic allerdings scheint keine seiner glanzvollen Seiten zu sein. Hier fehlt der kraftvolle Beat des Originals.

Dominik: Bastille – Titanium (Sia Cover)

Ich liebe diese Band. Ja, ich liebe sie wirklich. Und eigentlich geht man mit seiner Lieblingsband auch durch schlechte Phasen und verzeiht auch mal einen Fehltritt oder einen schlechten Song. ABER was sich der kreative Kopf der Runde ‚Dan Smith‘ (Frontsänger) bei diesem Cover gedacht hat, ist mir bis heute ein Rätsel. Es ist eines der unmusikalischsten Werke, das die Band für sich verzeichnen kann. Es klingt schief, missglückt und nach ganz viel Schmerz. Aber keineswegs im positiven Sinne. Hoffen wir, dass Sia dieses Cover niemals zu Ohren kommt.

Anna: The Kooks – Feel It Still (Portugal. The Man Cover)

Noch so ein Fall von „Lieblingskünstler covern Lieblingssong und greifen damit völlig ins Klo“. Hiermit möchte ich gerne eine Regel aufstellen: Portugal.The Man wird nicht mehr gecovert. Der klägliche Versuch von Kooks-Frontmann Luke Pritchard, die Stimme von John und den Grammy-nomierten Megahit des letzten Jahres zu covern klingt einfach ungesund und nicht richtig.

Dominik: Katy Perry – Don’t Stop Me Now (Queen Cover)

DOCH! Bitte stoppt Sie. Was in Gottes Namen ist in Katy gefahren, als dass sie ernsthaft in Erwägung zieht, einen Queen Songs AUF EINEM FESTIVAL zu covern? Liebt Sie den Nervenkitzel? Wollte Sie bewusst die Laune der Besucher killen, oder war dies vielleicht ein schlechter Scherz? Man weiß es nicht. Jedenfalls ist die Neuinterpretation des Queen-Klassikers ein klarer Fehltritt. Bleibt nur zu hoffen, dass der Auftritt von 2009 den Allermeisten nicht mehr im Gedächtnis ist…

Anna: Nothing But Thieves – Believe (Mumford & Sons Cover)

Viele werden dieses Cover der Mumford & Sons-Single wahrscheinlich gar nicht so schlimm, vielleicht sogar richtig gut finden. Das akzeptiere ich durchaus, mag das Original dann allerdings doch so sehr, dass mir die seltsame Rocknummer, die Nothing But Thieves daraus gebastelt haben, sauer aufstößt. Und dann dieser Led Zeppelin-Part? Ne, neee.

Dominik: Kanye West – Bohemian Rhapsody (Queen Cover)

Es scheint eine magische Anziehungskraft von Queen Songs auszugehen, die Künstler immer wieder dazu verleitet, sich an den Werken der Legenden zu bedienen. Bei diesem Cover allerdings wird sich Freddy Mercury mit Sicherheit im Grabe umdrehen. Ein eindeutiger Fall von Selbstüberschätzung im Jahr 2015. Idealerweise ist die Berliner Zeitung zu zitieren, die es schon seinerzeit mit „Kanye West wird zur Bohemian Blasphemie“ nicht besser hätte treffen können. Falsche Textpassagen, schiefer Gesang. Man möchte eigentlich nur, dass es möglichst schnell wieder aufhört! (Auf Grund aktueller Urheberrechtsprobleme liegt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nur ein Handyvideo vor)

Anna: Arctic Monkeys – Hold On We’re Going Home (Drake Cover)

Natürlich darf es nicht fehlen, das obligatorische Drake-Cover. Mal ehrlich, gibt es einen Künstler, der in den letzten Jahren nicht den kanadischen Rapper irgendwie irgendwo gecovert hat? Die Version von Alex Turner und Co. trifft es leider nicht ins Schwarze, sondern meilenweit daneben. Leider klingt es eher nach einer Karaokeparty nach ein paar Schnäpsen, um mutiger zu werden. Sorry, Arctic Monkeys, ich liebe euch wirklich!

Dominik: All Saints – Under The Bridge (RHCP Cover)

Wenn man sich einen Song einer der bekanntesten Rockbands annimmt, dann gehört schon eine große Portion Mut dazu. Wenn es dann noch eine britische Girlgroup ist, dann MUSS es einfach gut werden. Leider aber, haben All Saints mit ‚Under The Bridge‚ keinen wirklichen Treffer gelandet. Der Auftritt in der britischen Ausgabe von ‚Top Of The Pops‘ erscheint wie besseres Karaoke und nimmt dem Rock-Klassiker jegliche Daseinsberechtigung. Man wünscht sich, dass dieses Cover und die Performance niemals stattgefunden hätten…aber seht selbst:


HIER zum Vergleich die Originale der ‚verunglückten‘ Songs…
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Autoren: Dominik Huttner und Anna Fliege Foto: foryourreadingentertainment | BBC

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