Im heutigen #ThrowbackThursday beleuchten wir die britische Band ‚Blossoms‘ mit dem selbstbetitelten Album ‚Blossoms‘. Ebenso stellt sich hiermit unsere neue Gastautorin Lisa vor und berichtet über eines Ihrer absoluten Lieblingsalben.

Blossoms sind über die letzten zwei Jahre regelrecht aufgeblüht. Nicht jeder mag sie genau zuordnen können, aber sobald man ein bekanntes Lied hört, weiß man direkt wer gemeint ist. Die 5-köpfige Band aus Stockport im Kreis Manchester veröffentlichte im August 2016 Ihr Debütalbum.

Davor füllten sie regelmäßig Headline-Slots von kleineren Indie Festivals und tourten durch ganz Europa und die USA. Selbst in Japan haben sich die Briten bereits einen Namen gemacht. Sie ziehen Hörer in ihren Bann, mit Songs die direkt vom Pop-Markt der 80er stammen könnten, sich jedoch erfrischend neu anhören, durch offensichtliche „Indie Einflüsse“.

Das Album wird eröffnet durch den Chartplatzierten Track ‚Charlemagne‘. Kein schlechter Schritt, aber sehr vorhersehbar und garantiert eine sichere Wahl. Ein Song der im Ohr und definitiv im Kopf bleibt, denn wer weiß schon was Charlemagne bedeutet?

Die 8 Single-Auskopplungen der insgesamt 12 Songs des Albums werden nach und nach „rausgehauen“. Darunter auch, der stark an die 80s angelehnte Hit „At most a Kiss„, der deutlich die nordischen Wurzeln der Briten durchblitzen lässt. Verwunderlich ist also auch nicht, dass es zu der nächsten Nummer “Honey Sweet” ein an die Netflix Serie “Stranger Things” angelehntes Video gibt. Die 80er vibes bleiben also weiterhin bestehen.

Unter den 12 Songs lassen sich auch klassische Pop-Balladen wiederfinden. Generell ist das – immer wiederkehrende – Thema LIEBE, oder besser gesagt das, was davon übrig geblieben ist.

Getaway“ ist dafür das perfekte Beispiel: Ein Song, der weniger an die 80er erinnert, aber dafür eine klassische Indie Ballade repräsentiert. Zu den Balladen reihen sich ebenso „Onto her Bed“ und „Smashed Pianos“ mit ein.


Frischer Wind kommt auf halbem Weg in das Album. Mit „Texia“ präsentiert die Band einen gut durchdachten Popsong. Ruhiger wird es bei der akustischen Nummer “Favourite Room”. Die Stimme des Frontmans Tom Ogden kommt hier, durch die sanften Töne, am besten zur Geltung. Zum Ende hin wird es dann nochmal aufregend. „Blow“ schreit nach Ohrwurmgefahr und rundet das Album gekonnt ab.

Müsste man Blossoms einer Zielgruppe empfehlen, könnte man sowohl Liebhaber von ABBA als auch klassischen Indie Fans mit einbeziehen.

Das Album erscheint wie eine Platte „von Früher“, die man bereits besitzt, jedoch mit einer kleinen erfrischenden Note.

Insgesamt ein gelungenes Debüt, bei dem für jeden Musikgeschmack etwas dabei ist.



Autorin: Lisa Bogowsky Foto: Blossoms Facebook

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