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A Mess und ihr gesellschaftskritisches Statement zu „Fuck Your Way To The Top“ | Videopremiere

A Mess und ihr gesellschaftskritisches Statement zu „Fuck Your Way To The Top“ | Videopremiere

„Fuck Your Way to The Top“ ist die dritte Single von Dänemarks neuester Femi-Indie-Sensation A Mess. Die Single ist ein nächster Vorbote aus ihrer kommenden EP „WOMAN“, die im Herbst 2021 veröffentlicht werden soll.

A Mess hat ein Arsenal an Indie-Songs, die sich mit Geschlechterrollen und den Vorurteilen befassen, denen wir heute alle ausgesetzt sind.“Fuck Your Way to the Top“ ist da keine Ausnahme. Es ist ein frisches und fröhliches Lied mit ironisch geschriebenen Texten über die Absurdität talentierter Frauen, die in ihrer Karriere Fortschritte machen, sich dann aber einem bösen Gerüch stellen zu müssen, dass sie den Weg „Fuck Your Way to The Top“ gingen. Jetzt ist die Zeit zu erkennen, warum dies so ist und wie man das alles aufhält! Ist es nicht an der Zeit, sich auf das Talent und die Kompetenzen von Frauen und nicht auf ihr Geschlecht zu konzentrieren?

Die dänische Indie-Rockerin A Mess ist wieeine Armee aus Badass-Frau und E-Gitarre. Sie ist höllisch ehrlich mit sowohl witzigen, als auch ernsthaften lyrischen Perspektiven, belebenden Melodien, verspielten Gitarren-Licks und einem hakengefüllten Ausdruck. Sie ist eben eine Frau von heute. Sie ist frontal und fickt mit vordefinierten Vorstellungen. Ein Durcheinander trifft Songs über #metoo, Geschlechterwahrnehmung und Sex.
Der Sound basiert auf der Stimmung der frühen Neunziger und dem aktuellen Indie. Stellen Sie sich vor, die Züchter hätten Wolf Alice gezüchtet und die Erziehung Pussy Riot überlassen.

Zum Track kommt heute nun das Video, welches Grafisch viel zu bieten und sogar Baby-Trump im Angebot hat.

When chicks hunt
The roosters crow their dread

Dorte Hartmann ist die neue Lily Allen – oder könnte es zumindest werden.

Schon lange gab es keinen Act mehr im Musikuniversum, der immer um ein Stückchen mehr aneckt, als andere Künstler. Vielleicht entschied sich die dänische Künstlerin deshalb für ihr Alter Ego „A Mess“. Es braucht mal wieder jemanden, der sprichwörtlich auf die Kacke haut und Themen anspricht, die zwar in vielen schlummern, aber einfach zu selten ausgesprochen werden. In Zeiten von heiß diskutierten Themen rund um Feminismus, Akzeptanz und Gleichstellung, ist es umso wichtiger, dass Acts wie „A Mess“ gehört und „gehört“ werden. Sie ist ein wunderbares Beispiel, dass jede laute Stimme, die sich für etwas einsetzt, etwas bringt. Desto mehr, desto besser; desto lauter, desto besser.

Man muss auch differenzieren: Viele MusikerInnen singen über Fiktives, Verspieltes, Unkritisches, Belangloses – Hartmann nutzt ihre Kunst, um eine tragende Säule in der globalen Feminismusdebatte zu werden. Aber jetzt, wo wir uns über die Message dieser herausragenden, modernen Künstlerin,
einig sind … wie klingt das alles denn aus musikalischer Sicht?

„A Mess“ ist poppiger Girlpowerrock im poppigen Retrogewand, dafür aber mit grellem, superhippem Anstrich. Hartmanns Texte sprühen nur so vor Lebensfreude und Gesellschaftskritik, ihre Sounds bringen sowohl alte Glamrocker, als auch 15 jährige Teenies zum Schunkeln, Nachdenken und Hinterfragen.

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Ganz im Stile von Lily Allen – auch wenn wir hier nicht direkt vergleichen wollen – nimmt sich „A Mess“kein Blatt vor den Mund, ist laut, mal leise, aber immer im Ohr ihrer HörerInnen. So ist es kein Wunder, dass sie mit ihrer Single „Blame Is A Dye“ bereits von mehreren dänischen Medien in den Himmel gepriesen wird, ihre Musik international Anklang findet und sich bereits viele (noch kleinere) FanGrüppchen bilden, die auf diesen fetten, neuen, aber doch irgendwie altbekannten Sound anspringen.

Im Jahr 2021 hat die Dänin noch viel vor – uns erwarten brandneue Singles, wie ihre nächste Singleauskopplung mit dem klingenden (und sprechenden) Titel „Fuck Your Way To The Top“ und im Oktober 2021 folgt die EP Woman

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