I’ve got no roots uh uh uh uh…JEDER aber auch wirklich jeder hat diese Zeile 2016 mitgesungen. „No Roots“ – Der Song ging im positiven Sinne durch Mark und Bein und war zurecht auf Platz 2 der deutschen Singlecharts. Die Platte verkaufte sich alleine in Deutschland über 400.000 Mal und brachte Alice Merton damit Platin ein.

Gestern Abend verzauberte die Deutschkanadierin sodann die Gäste im ausverkauften Gloria Theater in Köln mit ihrer ersten eigenen Tour… Aber der Reihe nach!

Um 19.30 eröffnete der ebenfalls nicht minderbegabte Singer-Songwriter ‚Dan Owen‘ sein Set und animierte das Publikum erfolgreich dazu, zu seinen Songs zu feiern. Der junge Brite überzeugte alleine und nur mit seiner Gitarre auf der Bühne und überraschte mit einer Mischung aus Folk und Pop-Rock. Als Twist unterstützte er sein Gitarrenspiel mit einer Mundharmonika und komplettierte so seine 1-Mann-Band.

Eine knappe Stunde später war die Stimmung merklich gut im Gloria Theater. Das Publikum, das an diesem Abend von jung bis alt gemischt war, freute sich bereits zunehmend auf Alice Merton. Der ausverkaufte Saal war zurecht gespannt, denn das Set versprach grandios zu werden.

Turbulent und überaus dynamisch ging es um kurz vor halb 9 los, denn Alice Merton startete mit einem Ihrer bekanntesten Songs ‚Hit The Ground Running‘ in den Abend. Ein fantastischer Opener, der direkt zu Beginn für Begeisterung bei den Fans sorgte. Somit war die Messlatte gesetzt und die Show konnte beginnen.

Die 24-jährige genoss sichtlich den Support der Fans und spielte Song um Song energiegeladen und enthusiastisch, als würde Sie wollen, dass der Abend niemals endet. In kurzen Pausen zwischen den Titeln suchte Sie das Gespräch mit den Gästen, zeigte sich überaus natürlich, sympathisch und gab persönliche Einblicke in ihr Leben. Keine Spur von Starallüren, sondern geerdet und authentisch.

Es war ein Abend sondergleichen. Die Fans rasteten reihenweise schier aus und feierten die Songs, die Alice und ihre Band zum Besten gaben. Ein unaufhaltsamer Mix aus Applaus und Jubel, sorgte schlussendlich sogar für einige Freudentränen bei der Sängerin, die für die Unterstützung keine Worte fand und sichtlich berührt war.

Mit einer Zugabe ging es in die heisse Endphase, und ein allerletztes Mal wurde zu ‚No Roots‘ alles gegeben. Vergleichbar mit einem Kraftwerk war die Energie die von Publikum und Band ausging. Es war unfassbar und fast ein bisschen surreal.

Erschöpft aber glücklich trennten sich Publikum und Band in einen wunderbaren Abend mit tollen Erinnerungen. Im Herbst erscheint Alices erstes Album und vielleicht bekommen wir dann die Gelegenheit zur Wiederholung.



Autor und Foto: Dominik Huttner

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.