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Amilli inszeniert sich als nachdenkliche Diva in ihrem neuen Video zu „Pulling Punches“

Amilli inszeniert sich als nachdenkliche Diva in ihrem neuen Video zu „Pulling Punches“

Am vergangenen Freitag hat Amilli ihre starke neue EP „Pulling Punches“ veröffentlicht – ein Zeugnis für einen spürbaren Reifeprozess der jungen Bochumerin. Mit ihren geschmackvollen Lana Del Rey-Vibes klingt sie viel mehr nach Kalifornien als nach Westdeutschland. Heute veröffentlicht Amilli das stilvolle Video zum Titeltrack, mit der sie aktuell auch das Cover von Spotifys Butter-Playlist ziert.

In einem geschmackvollen 50er-Jahre Setting, inszeniert sich die Musikerin als nachdenkliche Diva. Sie erklärt:

„Da der Song einen gewissen Retro vibe inne hat haben wir versucht, eben das auch auf das Video zu übertragen. Schnell sind wir auf einen Club im Stile der 50er als idealen Schauplatz gestoßen. Um das Video interessant zu halten, haben wir eine kleine, etwas weirde Sidestory eingebaut.“

Mit ihrem Durchbruchstrack „Rarri“, welcher mittlerweile beachtliche 4.2. Millionen Streams zählt, mauserte sich Amilli rasant zum Kritikerliebling der deutschen und internationalen Presse – seither ist viel passiert, Amilli hat sich weiterentwickelt und sich Zeit genommen ihr Künstlerinnensein zu reflektieren.

„Ich hatte nicht die Möglichkeit mich mal so richtig damit zu beschäftigen, wer ich sein möchte und vor allem, wie ich klingen möchte. Ich bin zwar immer noch nicht am Ziel angelangt, kann aber sagen, dass ich bei dieser EP einen großen Schritt weitergekommen bin.“

Aber vor allem auch inhaltlich ist Amilli mit der EP an einem Punkt sehr intimen Songwritings mit persönlicher Message angekommen, denn „die Dinge über die ich schreibe, sind mir inzwischen näher und liegen mir sehr am Herzen. Während meiner ‘Selbstfindungsphase‘, habe ich mich zum Beispiel viel mit Feminismus beschäftigt und viel Spaß daran gefunden bestärkende Songs zu schreiben, wie „I‘m Not Tryna Be Your Girl” oder „Green Eyes“. Letzterer ist zwar eher ein klassisches Liebeslied, aber aus einer selbstbewussten und bestimmten Haltung heraus. Auf der anderen Seite sind manche Songs auch sehr zerbrechlich und emotional. Es geht um toxische Beziehungen, Hilflosigkeit und Alleinsein. Solche Momente habe ich genauso wie jeder andere Mensch auch und ich finde es hilfreich und schön diese Gefühle in Musik zu verpacken und zu verarbeiten.“

Gestartet ist ihre stringente Reise hier: Bochum – die Stadt mitten im grauen Herzen des Ruhrgebiets, die Amilli ihr Zuhause nennt. Dort, wo man sonst eher Fußball- oder altbackene Industriekultur verortet, hört man seit Sommer 2018 auch diese soulige-versoffene Stimme, die man so gar nicht einer 19-Jährigen zugeordnet hätte. Auf ihrer Debüt EP “Wings” will sich Amilli frei machen von Vergleichen. Es ist der Versuch besser mit der Angst in der Öffentlichkeit zu stehen umzugehen.

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Aufgewachsen in einem musikalischen Haushalt lernte Amilli schon mit 7 Jahren Klavier spielen. Auch ihr Bruder spielt leidenschaftlich Klavier. Ihre Mutter singt im Chor und ihr Vater, ein Hobby-Jazzpianist, schrieb Amilli schon damals kleine Klavierstücke, die sie zusammenspielt. Im zarten Alter von 9 Jahren performten sie zusammen auf dem Weg zur Schule Destiny´s Child oder Biggie Songs. So kommt es, dass die Künstlerin bis heute „Big Poppa“ auswendig mitrappen kann. Als sie sich Mitte 2017 mit zwei Freunden traf um ihren ersten eigenen Song “Dust Off” aufzunehmen, war ihr nicht klar, welchen Stein sie damit ins Rollen brachte. Als einer der ersten weiteren Tracks entstand 2018 „Rarri“. Der Song und das zugehörige Video verbreiteten sich wie ein Lauffeuer in der hiesigen, aber auch internationalen Blogosphäre, wie Line of Best Fit, Complex oder DIY. Viele Radios sprangen auf den Zug auf, nicht zuletzt der größte Sender Deutschlands “1live”. Trotz zahlreicher Angebote von nationalen wie internationalen Labels, entschieden sich Amilli und ihr Team, unabhängig zu bleiben und gründeten das Kreativ-Kollektiv „MIGHTKILLYA“, welches sich neben der Musikproduktion und dem Management, auch für die Produktion der Videos und Visuals verantwortlich zeigt.

Über das Jahr veröffentlichte Amilli weitere Singles und sie und ihr Team wurden zur renommierten Award Show 1live Krone geladen. Ein fantastischer Abend wurde zu einem einzigartigen, als Amilli völlig unerwartet mit der 1live Förderpreis Krone ausgezeichnet und das erste Mal einem Millionen Publikum über Funk und Fernsehen präsentiert. Es folgten Touren mit AnnenMayKantereit und Giant Rooks und die Aufmerksamkeit und Fanbase um die junge Künstlerin wuchs enorm. Spätestens jetzt war klar, dass sie nicht mehr so leicht aus der Musikwelt wegzudenken ist.

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