Anne Marie, die aktuell auf Tour mit Ihrem Debütalbum „Speak Your Mind“ ist, ist zurzeit in aller Munde. Nachdem sie vor ausverkauften Stadien als Vorband für Ed Sheeran den Leuten einheizte, bringt sie nun als Hauptact uhre eigene Show auf die Bühne. 


Ein Artikel von Lisa Bogowsky – Mit Hits wie Alarm oder FRIENDS gelang es Ihr in kürzester Zeit viele Fans zu gewinnen. Auch weltweit bekannte Künstler wie David Guetta und Clean Bandit inklusive Sean Paul konnte es sich nicht nehmen lassen, mit der aufgedrehten Britin zu kollaborieren. Das Resultat kann man nun überall im Radio hören, sowie beim gestrigen Konzert in Köln.

Vor einem circa einem Jahr hat Sie noch das Kölner Gloria Theater ausverkauft. Nun tritt sie in dem gleich zwei Nummern größeren Palladium auf. Das Konzert ist seit Monaten restlos ausverkauft.

Die Schlange, die sich trotz Regen vor Einlass bildet lässt auf eine Partyfreudige Menge hoffen, die es kaum erwarten kann die Sängerin live zu erleben. Wer schon mal eines Ihrer Konzerte besucht hat weiß, dass es sich auch an einem Mittwoch lohnt mal die Tanzschuhe rauszuholen – und leider auch die Regenjacke.

Als Support Act tritt die junge Kanadierin Lennon Stella auf. Sie ist nun Solo unterwegs, nachdem Sie einige Zeit mit Ihrer Schwester als Duo aufgetreten ist. Mit ruhigem synth Pop bringt sie das bis zum letzten Platz volle Palladium in Stimmung. Ihren wohl bekanntesten Hit mit Jonas Blue „Polaroid“ vertonte Sie akustisch.



Kurz vor Neun beginnt der Abend auch endlich richtig. Der erste Song ist direkt ein Kracher. Polizeisirenen ertönen. Man sieht rotes und blaues Licht. Mit Bad Girlfriend eröffnet Anne Marie den Abend.

Die Themen die in Ihren Songs immer wieder vorkommen sind Herzschmerz, Betrug, Liebe, aber vor allem Selbstliebe.

Diese Selbstliebe beschreibt Sie in Ihrem Song Perfect, der schon zu einer Hymne bei Ihren Anhängern geworden ist. Die Message in dem Song ist wundervoll. Anne Marie singt darüber, wie nicht alles in Ihrem Leben glatt läuft und dass es für Sie in Ordnung ist nicht perfekt sein. Sie ist auf Ihre eigene Art und Weise perfekt. Dieses Gefühl versucht sie Ihren Fans mitzugeben. Eingeleitet wird der Songs mit selbstgedrehten Videos von Kollegen, Familienmitgliedern und Freunden die alle Ihre Idee von Perfektion erklären.

Ganz nach dem Titel Ihres Albums Speak your Mind, gibt sie in Ciao Adios und Alarmihre Meinung über einen Exfreund preis. Es scheint so als könnte sich der hauptsächlich weibliche Teil der Fans hiermit identifizieren. Es wird emotionsgeladen mitgesungen und unter Freundinnen zusammen getanzt.

Man merkt schnell, dass die junge Künstlerin in den letzten Monaten ordentlich an Bühnenerfahrung dazugewonnen hat. Die Bühnenshow lässt auch niemanden enttäuscht. Auf großen Bildschirmen sieht man immer wieder neue Visuals eingespielt. Anne Marie selbst springt die meiste Zeit wie ein Flummi über die Bühne. Der Abend ist definitiv nicht von ruhigen Momenten geprägt.

Der beste Moment des Abends war wohl als das ausverkaufte Palladium die Zeilen von Ihrem Megahit Rockabye mitgröhlt, noch bevor der Song angefangen hat.

Eine Zugabe gibt es jedoch leider nicht. Anne Marie, die teilweise sehr angeschlagen wirkte, zieht die Show an einem Stück durch. Vielleicht ist das auch die beste Art und Weise gewesen den Abend zu gestalten. Die Stimmung scheint nämlich, trotz Krankheit, nicht einzubrechen.

Nach einer Stunde voller Power verabschiedet sich die Britin. Ich bin mir sicher, dass jeder Besucher des Palladiums, sei es Begleitung oder eingefleischter Fan, einen tollen Abend hatte, der mit Bops und Hits und guter Stimmung geladen war.



Autorin: Lisa Bogowsky Foto: Phoebe Fox | SHOTBYPHOX via Twitter