Welch illustrer Abend im Dortmunder FZW. Die US-Amerikanische Formation „Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox“ ließ das triste Winterwetter einfach hinter sich und heizte dem Dortmunder Publikum mit authentischem Retro-Sound ordentlich ein.

„Postmodern Jukebox“ ist ein Zusammenschluss verschiedenster Musiker, die alle unter der Obhut von Gründer Scott Bradlee stehen und in wechselndem Ensemble, aktueller Popmusik den Flair vergangener Tage verleihen. So wird aus einem Radiosong eine Jazz-Nummer, oder ein Disco-Hit zu einer feurigen Rumba. Was alle Songs gemeinsam haben, ist der Charme der 20-50er Jahre. Extravaganter Retro-Flair im 21. Jahrhundert. Eine Zeitreise für Jedermann.

Als um kurz nach 20Uhr die Lichter im FZW gedimmt wurden, lag ein unbeschreiblicher Zauber in der Luft. Ein Großteil der Gäste hat die Chance genutzt sich für diesen Abend besonders herzurichten. Schicke Anzüge und mondäne Kleider, mit einer bestechenden Selbstverständlichkeit getragen, als wäre es ein Abend um 1950.

Als Moderator führte Michael Cunio unfassbar charismatisch durch den Abend, dass einem vor lauter Begeisterung die Worte fehlten. Ein wenig Broadway, ein wenig Kabarett im großen Saal des Freizeitzentrum West. Das ausverkaufte Haus genoss sichtlich jede Minute mit dem bunt gemischten Programm, das Songs aus mehreren Jahrzehnten enthielt.

Stimmgewalten und eine unfassbar talentierte Band fusionierten zu einer grandiosen Einheit. Kombiniert mit dem einzigartigen Stil früherer Zeiten, ergab sich für rund zwei Stunden ein spezieller und bewundernswert origineller Liveact.

Postmodern Jukebox ist mehr als eingestaubte Musik von Früher. Es ist Leben, Frohsinn und Begeisterung für Andersartigkeit. Es ist eine Hommage, eine Reise, ein Anfang und kein Ende. Es ist immer wieder neu und doch „so alt“. Die Liebe zur Musik ist das Geheimnis das PMJ so erfolgreich macht. Eine klare Empfehlung auch in der heutigen Zeit.



Autor und Foto: Dominik Huttner

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