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Axel Flóvent & „Tourist“: Von der emotionalen Heimkehr

Axel Flóvent & „Tourist“: Von der emotionalen Heimkehr

Musik aus dem hohen Norden überrascht einen immer wieder und oft hört man von Künstlern, von denen man in Mitteleuropa noch nie zuvor was gehört hat, aber die einen einfach einfangen. Mit Axel Flóvent war es vor ein paar Jahren auch so. Überraschte und begeisterte er noch recht unbekannt alle mit seiner Debüt-EP, hat er sich mittlerweile zu der namentlichen Riege von isländischen Musikern etabliert.

Nun erscheint seine neue EP „Tourist“ (via Nettwerk Music) und eines kann man jetzt schon vorweggreifen, der Isländer hat es auch ohne viel Schnickschnack wieder geschafft eine ordentliche Portion an Gefühlen in seine Tracks zu verpacken.


Ein Artikel von Nina Paul – Ab 2015/2016 wurde es lauter um Axel Flóvent, seine EP „Forest Fires“ wurde veröffentlicht , 2017 dann „Quiet Eyes“ und 2018 „Youthful Hearts“. Von da an ging es für den Isländer stetig auf Tour. Von Húsavík aus begann seine Reise quer über den gesamten Globus. Sei es Solo, mit Band oder als Support, unter anderem für Vök oder Júníus Meyvant.

Mit seiner neuen EP „Tourist“ wird ersichtlich, Axel ist viel rumgekommen und hat einiges erzählen. In gewohnter Mischung aus Folk, Singer- Songwritermanier mit dem gewissen Hauch an Pop, lädt er zum Träumen und Dahingleiten ein.

Gerade mal vier Tracks machen seine neue EP aus, aber die reichen auch schon, um zu erkennen, dass Axel Flóvent seinen minimalistischen musikalischen Wurzeln und seiner Gitarre treu bleibt. Melodien eben, die einen Entschleunigen und voller Herzschmerz sind.
 

Are you ever gonna stay?
I’m holdin‘ on
Can we talk about it? No
When you feel like flyin‘ away
I’m losing it
And I never really cared

 
Mit „Driving Hours“ gab es den ersten Vorgeschmack auf seine neue EP und gleichzeitig hatte der Isländer damit sein Debüt in Nordamerika. Ein Track, der leicht daherfließt und den schmerzlichen Liebesgedanken bis zum Ende begleitet. Über das Ende einer Beziehung und den vielen Gedankenströmen danach.
Flotter zeigt sich der Titeltrack „Tourist“, über den er selber sagt: „Tourist for me is about this feeling of trying to reach the unreachable. Exploring new places, things, people and new experiences with the hope to find something to hold on to,“
 

Maybe you’ll find it
She runs out of my hands
And I can’t escape it
‘Cause I’m running out of time
And it feels like forever
‘Cause I know you can feel it
She takes what you give her
But you’re running out of time

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Eine Folkballade par excellence ist „Sea Creature“. Mit leichtem Gesang und Gitarrenspiel verzaubert er so einen. Verträumt und Weite, auf eine Art der Klang der Weite Islands. Der Ruf zur Rückkehr in die Heimat. Wogegen „Moonstone“ schon klanglich anders erscheint. Mit Piano und positiv in der Ausstrahlung baut sich der Track instrumental immer mehr auf, öffnet so einen „Neuanfang“ und rundet seine Reise mit optimistischem Gedankengut ab.

Axel Flóvent hat das Thema Reisen bzw. seine Reisen zum Schwerpunkt von „Tourist EP“ gemacht, denn mittlerweile zog es ihn nach mehreren Umzügen, sei es in die Niederlanden und England, wieder zurück in seine Heimat Island und dies spiegelt sich auch in den Texten seiner neuen Stücke wieder. Aber die Stücke symbolisieren nicht nur eine örtliche Reise, sondern speziell eine Lebensreise, mit all seinen gemachten Veränderungen und Erfahrungen.

Überrascht Axel Flóvent musikalisch einen neu? – Nein, aber er verzaubert auch so wieder mit seinem Charme seine Fans!
Den Stempel Geheimtipp aus Island kann er langsam abwischen, denn Axel Flóvent hat es geschafft und begeistert global mehr und mehr die Musiklandschaft! Axel bleibt Axel und das ist gut so, dafür wird er geliebt.
Vor allem live ist er zu empfehlen, mit seiner leichten Schüchternheit, aber dafür umso mehr Liebe zu seiner Musik und seinen Texten.


Foto: Clara Schicketanz

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