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Azure Ryder & „Crazy With The Light“: Eine kurze Fahrt in der Gefühlsachterbahn

Azure Ryder & „Crazy With The Light“: Eine kurze Fahrt in der Gefühlsachterbahn

Auf ihrer zweiten EP „Crazy With The Light“ präsentiert die australische Sängerin Azure Ryder Herzschmerz auf vier Tracks in vier aufregenden Facetten.

Gerade mal acht Monate ist es her, als mit „Running With The Wolves“ die erste EP der australischen Folkpop-Sängerin Azure Ryder erschien. Nachdem mich die vier Songs durch die ersten wärmenden Sonnenstrahlen und Tage ohne einen Gedanken an Jacken und Regenwolken begleiteten, erscheint mit „Crazy With The Light“ nun ihre zweite EP.

Mittlerweile ist es wieder kalt draußen, oft regnet es und so richtig hell wird es auch nicht mehr. Zum Glück klingt gleich direkt der erste Track nach sommerlichen Erinnerung, nach ein bisschen Freiheit und wolkenlosen Tagen. „Petty isn’t Pretty“ schließt mit alten Gefühlen ab, schaut lieber bestärkt nach vorn, als traurig zurück: „And my heart once broke / Every time you spoke / But I’m not bleeding, no / ‚Cause petty isn’t pretty, so I’ll let it go

Doch der Bruch kommt schnell, die nächste Facette fast ein bisschen überrumpelt: Track 2, „Stronger„, ist eine herzerreißende Klavierballade mit liebevollen Harmonien. Doch Azure lässt weder sich noch dich hängen, denn auch dieser Song ist hinter seiner Melancholie eine Ode an die eigene Kraft, eine Selbstbestärkung: „I’m alone, but I don’t need your love / Guess I’m stronger than you thought I was„.

Jetzt bloß nicht den Kopf hängen lassen. Noch einmal tief ein- und die aufgekommene Traurigkeit wieder ausatmen. „Oh What A Relief“ ist wortwörtlich eine Erleichterung, wenn die ergreifenden Beats dazu auffordern, den Kummer loszutanzen. Musikalisch könnte der Song einem alten Florence + The Machine-Album entsprungen sein, was für mich bedeutet, dass es sich automatisch um meinen Lieblinggssong der Veröffentlichung handeln muss.

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So schön die EP einen durch eine Gefühlsachterbahn begleitet hat, so schnell ist sie schon wieder zu Ende. Mit „Blue“ schließt Azure Ryder „Crazy With The Light“ euphorisch ab. Der poplastigste Track der EP ist mitreißend, noch tanzbarer als sein Vorgänger und zeigt Azure Ryders Händchen für Hits.

Das Fazit nach zwei Veröffentlichungen in 2020? Azure Ryder für 2021 unbedingt im Blick behalten. Eine vielfältige Künstlerin, die Herzschmerz mit Selbstbewusstsein paart und musikalisch alle Gefühle bedienen kann.

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