Wenn man mit Kribbeln im Bauch vor der Bühne steht, dann hat die Band die auf dieser auftritt alles richtig gemacht…


Ein Artikel von Lisa Schulz – Am Montagabend haben Nothing But Thieves genau das mit Ihrer spektakulären Live Show geschafft. Hilfe haben Sie dabei von zwei weiteren Bands erhalten, die Sie als Opener und Support in der Kölner Live Music Hall unterstützt haben – The Blackmordia und Deaf Havana.

Dass die Chemie zwischen den drei Bands absolut stimmt, wird im Laufe des Abends immer deutlicher. Während der Sänger von Deaf Havana das Bandshirt von The Blackmordia trägt, betritt Nothing But Thieves Bassist Philip die Bühne mit einem Deaf Havana Shirt. Bandsupport untereinander wird hier groß geschrieben und das macht verdammt sympathisch.

Das Konzert in Köln ist schon längere Zeit ausverkauft und so ist die Halle der LMH bereits um halb 8 voll und die Temperatur steigt stetig. Um 19:45 Uhr eröffnet die französische Band The Blackmordia als Opener den heutigen Abend. Die fünf Jungs sind extrovertiert und voller Energie. In den 20 Minuten Spielzeit geben Sie alles und reißen das Publikum voll und ganz mit. Wäre da nicht die Vorfreude auf Nothing But Thieves, wäre man glatt ein bisschen traurig über die kurze Spielzeit.

Doch kurz danach betritt schon der nächste tolle Act die Bühne. Die britische Alternative-Band Deaf Havana besteht schon seit 2005 und ist Anfang 2019 auf eigener Headliner-Tour. Die Briten sind seit zwei Wochen mit den Thieves auf Tour. James Veck-Gilodi ist Frontsänger und erzählt der gut gelaunten Kölner Menge von dem katastrophalen Tag, den die Band heute hatte. Der erste der Tour aber das wäre als positives Omen für das heutige Konzert zu sehen – ab jetzt kann nur alles gut werden. Und genau das passiert auch, denn Deaf Havana überzeugen mit grandioser Musik, starker Stimme und toller Show.

Um 21:30 Uhr sind dann Nothing But Thieves an der Reihe. Die Halle ist zum Bersten voll und hat sich ordentlich aufgeheizt. Da man beim Tanzen aber eh schwitzt, ist es dem Publikum sichtlich egal. Vor allem als zu Anfang des Konzerts der Hit „Just a Kid“ gespielt wird, ist die Stimmung ganz oben. Es folgt der neue Song „Take This Lonely Heart“, der schon auf dem Album sagenhaft gut ist ,aber live für das bereits angesprochene Kribbeln im Bauch sorgt.

Die Thieves sind laut, bringen das Kölner Publikum zum Springen, Tanzen, Singen und Ausrasten. Die Engländer wissen genau was Sie tun, beherrschen Ihre Instrumente unglaublich gut und sorgen so für eine Wahnsinns-Show. Obwohl die fünf Bandmitglieder nicht verschiedener sein könnten, sieht man, dass Sie alle gleichermaßen für Ihre Musik brennen. Der Sound am heutigen Abend ist gewaltig, so wie die Stimmung. Bei den Songs „Particles“, „Sorry“ und dem großen Finale „Amsterdam“ tobt die gesamte Live Music Hall.

The Blackmordia und Deaf Havana hatten vor dem Aufritt von Nothing But Thieves schon dafür gesorgt, den Abend zu einem ganz besonderen zu machen. Alle drei Bands haben es ausnahmelos geschafft, das Publikum in Köln mitzureißen und zu begeistern. Das hier war eines der großartigen Konzerte, die man so schnell nicht vergisst.


Autorin und Foto: Lisa Schulz