„Birth-Life-Death, Beginning-Middle-End, Past-Present-Future. To me, III represents a circle of life“ schreibt Banks auf Ihrem Instagram-Profil. Klingt erst mal hoch gegriffen und mystisch, beim hören der Songs aber absolut plausibel. Banks Songtexte drehen sich um Liebe, Enttäuschung und Abhängigkeit. Sie singt vom Ver- und Entlieben, vom Loslassen und Vergeben.


Ein Artikel von Lisa Schulz – Jillian Banks ist eine der Künstlerinnen, die mir am Herzen liegen. Vor Jahren noch, hat Sie mich mit Songs wie „Godess“, „Waiting Game“ und „You Should Know Where I´m Coming From“, von dem 2014 erschienen Album „Godess“, durch eine nicht ganz so positive Phase meines Lebens geholfen.

Ihre Songs habe ich schon damals als kraftvoll und ermutigend empfunden. Auch Jahre später hat sich nichts an Banks Status als starke, unabhängige und talentierte Frau geändert. Ihr neues Album „III“, passenderweise das Dritte im Bunde nach „Godess“ und „The Altar“, löst noch dieselben Emotionen aus wie damals. 

Wenn Banks singt, nimmt man Ihr ihre Wut aber auch die Kraft in Ihrer Stimme ab. Jillian Banks hat nach einer schwierigen Phase des Lebens neue Energie und Stärke gefunden und das hört man. Die für Banks typischen RnB-Beats vermischt mit elektronischen Einflüssen wirken auf „III“ leicht und gleichzeitig düster. Auf Ihrem dritten Album hat Banks sich sichtlich weiterentwickelt, ist erwachsener geworden und auch die Qualität Ihres Songwritings sticht klar heraus.


„Cause I’ve been drippin‘ for your love, love
You can call me that bitch.“



Der Opener „Till Now sorgt für einen sanften Einstieg, der durch ansteigenden Beat nicht lange so bleibt. Textlich liefert Banks schon ganz zu Anfang mehrere Schläge ab, die direkt in die Magengrube gehen. Darauf folgt die Vorabveröffentlichung „Gimme, ein Song, der direkt ins Ohr geht und dort auch hängen bleibt. „III“ ist ein Album, das es Wert ist mehrmals gehört zu werden, fallen einem viele, vor allem textliche Facetten, erst bei wiederholtem Hören auf.

Der Song „Godless“ ist eines der Highlights auf dem neuen Album und  bildet den direkten Verweis auf Banks 2014 erschienenen Song „Godess“. Zur Hälfte wurde das Stück von ihrem Exfreund geschrieben, um dann nach der Trennung von Banks fertiggestellt zu werden.


„Cause you’ve been my god, my god
And when you’re gone, I’m godless, I’m godless.“


„Stroke“ täuscht auch wieder mit leichter Melodie und schwerem Text. Banks erklärt, dass Sie in dem Song über einen Narzissten singt, den Sie eine Zeit lang gedatet hat. „III“ thematisiert an mehreren Stellen dysfunktionale Beziehungen, mal verletzlich, mal spöttisch. Die Sängerin lässt auf Ihren Songs einen tiefen Einblick zu, auf die Höhenflüge und die Abstürze in Ihrem Leben, die knallharten Lektionen, die das Leben lehrt und einen am Boden zurück lässt und an denen man gleichzeitig wächst und stärker wird. „III“ ist ein Album zum mitfühlen, mittanzen, zum wütend sein, sich stark fühlen. Auch beim dritten Album beweist Banks ihren Sinn für Innovation und außergewöhnliche Songs.



Autorin: Lisa Schulz / Photocredit:  Steph Wilson