Gestern veröffentlichen Bastille „Other People’s Heartache Pt.4”.

Auf dem Album finden sich Coverversionen klassischer Poplieder und Neuinterpretationen von Bastille-Songs, sowie jede Menge illustrer Gäste.

There’s something liberating about taking songs that we remember affectionately and presenting them in a totally different lightsagt Bastille-Sänger Dan.

They’re like homages or remakes, and even though they’re sometimes a bit tongue-in-cheek, I think there’s something brilliant in music that connects with people being able to echo on through time via other people’s interpretations.

Bereits seit 2012 veröffentlichen Bastille immer wieder Mixtapes mit dem Titel “Other People’s Heartache”. Die dafür verwendeten Songs sind ein probates Mittel für Bastille, um sich an anderen Genres und Produktionsweisen zu versuchen und um mit anderen Künstlern zu arbeiten. Mit der Zeit sind die Mixtapes für die Band genauso wichtig geworden wie reguläre Studioalben.

Der Song „Grip“ ist die Single des Albums, den Fans schon lange live bekannt. Der Song trägt alle Merkmale eines typschen Bastille-Songs – ist euphorisch und ein wenig seltsam – aber das norwegischen Elektro- und Produzententrio SeeB verwandelt „Grip“ zu einer glückseligmachen EDM-Nummer.


Cause the devil’s got my arms
And it pulls me back into the dark


Mit „Other People’s Heartache Pt.4“ bekommen die Fans also kurz vor dem Weihnachtsfest die ersehnte Portion „Bastille“, bevor im nächsten Jahr mit „Doom Days“ das bereits dritte Studioalbum der Band erscheinen wird, auf das die „Stormers“ schon seit Monaten sehnsüchtig warten.

Für die vierte EP bzw. das vierte Mixtape, holten sich die Briten gute Freunde und Musiker an Bord, die einigen Zuhörern schon von vorherigen Kollaborationen bekannt sein dürften. Dass es dieses Mal bis in die 70s zurück geht, ist für viele auch keine Verwunderung, ist Frontmann „Dan Smith“ doch bekennender Fan älterer Werke. Und so wurde, passend zur vorangegangenen LP mit dem gleichnamigen Track „Wild World“ von Cat Stevens eröffnet. Natürlich in einer gänzlich neuen und eigenen Interpretation.

Mit „Would I Lie To You?“ und „Don’t Let Go“ bewegt sich die Band stilistisch in den R’n’B Bereich und gute zwanzig Jahre in der Zeit voran. Die Klassiker aus den 90s bekommen durch die Unterstützung von Kianja, S-X und Craig David sowie Swarmz (Don’t Let Go) einen unverkennbaren absolut einzigartigen Sound und holen aus den ohnehin erfolgreichen Evergreens noch das letzte bisschen Genialität heraus.

Aber auch die allseits bekannten Stimmen von „Rationale“ und „James Arthur“ sind erneut mit dabei. Mit beiden Künstlern hat die Band für vorherige Projekte bereits zusammengearbeitet, um nun zusammen den Titel „Flowers“ auf OPH4 zu veröffentlichen.

Eine unfassbar gelungene, wenngleich spezielle Zusammenarbeit ist die Neuauflage von „The Descent“ geworden, für welche Lily Moore, Moss Kena und Jacob Banks zusammen mit Bastille ins Studio gingen. Die Single, die sich auf der 7″ Vinyl von ‚Send Them Off!“ fand, ist eine spritzige Disco-Nummer mit R’n’B und Soul Einflüssen geworden, und ein perfektes Beispiel für die Vielfältigkeit der Band und die Experimentierfreudigkeit auf der „Other People’s Heartache“ Reihe.

Der Song „Warmth“, ebenfalls bekannt von der Wild World LP, rundet das Mixtape ab. Die Neuauflage mit Moss Kena ist deutlich reduzierter als das Original und wirkt durch den neuen Stil nochmal intensiver als die poppigere Erstauflage aus 2017.

Insgesamt ist die bereits vierte Version der Reihe eine wunderbare Ergänzung in der Diskografit der Band. Experimentell und facettenreich zeigen Bastille abermals eine neue Seite und erweitert auch für alteingesessene Fans den musikalischen Horizont. Other People’s Heartache versüßt vielen mit Sicherheit die Wartezeit bis zum kommenden Album!



Abschnitt 1 – Presse: Universal Music
Abschnitt 2 – Autor: Dominik Huttner