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Bon Iver meldet sich mit zwei neuen Songs zurück

Bon Iver meldet sich mit zwei neuen Songs zurück


So richtig weg war Justin Vernon ja nie. Nach Veröffentlichung seines Albums „22, A Million“ vor drei Jahren und der große Hype um das dritte Wunderwerk des Ausnahmekünstlers tourte Bon Iver unermüdlich, aber stets exklusiv mit seinem Album mehrfach um die Welt. Zu Beginn der diesjährigen Festivalssaison, bei der Bon Iver unter anderem Headliner beim Melt Festival in Ferropolis sein wird, veröffentlicht er gleich zwei neue Songs.

Sie tragen die Namen „U (Man Like)“ und „Hey, Ma„. Hier treffen der melodische Charakter der frühen Vernon-Werke auf die Abstraktheit von „22, Million“ und fusionieren zu einem Sound, der ohne Zweifel die Bon Iver-DNA in sich trägt.


“This project began with a single person, but throughout the last 11 years, the identity of Bon Iver has bloomed and can only be defined by the faces in the ever growing family we are.” – Justin Vernon


U (Man Like)“ lässt das Kunstprojekt Bon Iver vom Einzelgänger zur wahrhaftigen Gruppenarbeit werden. Mit dem bezaubernden Brooklyn Youth Chorus (dem wir erst vor kurzem prominent auf dem neuen The National-Album begegneten) und der unverkennbaren Stimme von Moses Sumney sowie Gastauftritten von Jenn Wasner und Elsa Jensen treffen mehrere Generationen und Genres auf einander. Mit Piano-Legende Bruce Hornsby an den Tasten klingt der Song hoffnungsvoll und rundet die Sache ab.

Hey, Ma“ hingegen richtet seinen Fokus vorrangig auf Justin Vernons facettenreiches Stimmwerk. Musikalisch elektronischer als sein Mitstreiter fasst der Song den „22, A Million„-Spirit auf, klingt aber in gleicher Weise wie „U (Man Like)“ hoffnungsvoller als die letzten Veröffentlichungen.

Man darf gespannt sein, was wir von Bon Iver in diesem Jahr noch erwarten dürfen. Klingt fast so, als gäbe es bald ein neues Album mit allerhand Künstlerbeteiligung.

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BON IVER live

19.07.2019: Wiesbaden, Kulturpark Schlachthof
21.07.2019: Gräfenhainichen, Melt!-Festival


Autorin: Anna Fliege / Photocredit: Graham Tolbert & Crystal Quinn

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