Bon Iver ist innerhalb kürzester Zeit zu einer Ikone der weltweiten Independent Music-Szene geworden. Gerade einmal drei stilistisch unterschiedliche, aber jeweils grossartige Alben haben seine singuläre Position begründet.

Nach „For Emma, Forever Ago“ (2007) und „Bon Iver“ (2011) erschien im Jahr 2016 dann „22, A Million“, sein jüngstes Werk. 22 ist Justin’s Zahl. Eine Zahl, die so oft in seinem Leben aufgetaucht ist, dass sie ein bedeutsames Muster ergeben hat, das ihm immer wieder begegnet ist und in dem er sich erkannt hat. Eine Zahl auf einem Meilenstein, auf einem Trikot, auf einer Rechnung. Die Spiegelung der „2“ bringt seine in der Dualität verhaftete Identität zum Ausdruck: die Beziehung zu sich selbst und die Beziehung zum Rest der Welt. „A Million“ steht für den Rest der Welt, für die Millionen von Menschen, die wir nie kennenlernen werden, die Unendlichen und Endlosen, alle, die außerhalb von dir stehen und die dich doch definieren. Diese andere Seite von Justin’s Dualität ist das, was ihn erst vollkommen macht und nach dem er sucht. „22, A Million“ ist daher zum einen eine Liebeserklärung, zum anderen eine lang ersehnte Oase nach einer zwei Jahrzehnte währenden Suche nach sich selbst, die fast religiöse Formen angenommen hatte. Und die Erkenntnis, dass diese Suche vielleicht vergeblich ist.

Wenn Justin „I’m still standing in the need of prayer” singt, fragt er geradezu flehend, wer oder was es wert ist, angebetet zu werden, was überhaupt noch anbetungswürdig ist. Wenn Musik eine heilige Form ist, et was zu entdecken, zu wissen und zu sein, dann sind Bon Iver’s Alben Totems jenes Glaubens. Die zehn Songs auf „22, A Million“ sind eine Sammlung heiliger Momente, die Qualen und das Seelenheil der Liebe, die Zusammenhänge starker Erinnerungen, Zeichen, in die man eine Bedeutung hineininterpretieren oder sie als Koinzidenz abtun kann.

Wenn Bon Iver‘s Album „Bon Iver“ ein Biotop ist, das in physischen Räumen verwurzelt ist, dann löst sich „22, A Million“ von dieser Verhaftung an einem bestimmten Ort ab. „Ich ziehe viel mehr einen ganz anderen Ort in Betracht – unsere Freundschaften und Verbindungen zu anderen Menschen.“ Justin macht dies in Sekunde 33 von „GOD“ noch einmal deutlich: „These will just be places to me now”.

Im Oktober kommt Bon Iver für ein einziges exklusives Konzert nach Deutschland:
Musikexpress & radioeins präsentieren:

Bon Iver 26.10.2018 Berlin, Max-Schmeling-Halle

Tickets für dieses Konzert sind ab dem 05.03. um 10.00 Uhr erhältlich im Internet über www.schoneberg.de

 

 

Quelle: Presse Konzertbüro Schoneberg / Photocredit: Cameron Wittig & Crystal Quinn

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