Aki Bosse ist so ein Typ, mit dem man gerne einmal über Gott und die Welt quatschend bei ein paar Bier versacken möchte. So ein Typ, der von Grund auf Authentizität und Sympathie ausstrahlt wie kein anderer. So ein Typ, dem man stundenlang zuhören möchte, aber auch ohne Umschweife sein komplettes Herz ausschütten könnte. Und nicht nur ist er so ein Typ, sondern auch so ein Musiker.

Bosse – das steht seit mehr als 13 Jahren und sechs Studioalben für die Garantie, dass deutsche Musik gar nicht so scheiße ist, wie man es ihr gerne einmal nachsagt. Und jetzt kommt Album Nummer 7, jetzt kommt „Alles ist jetzt„.

Aber ist ein siebtes Album wie das siebte Jahr einer Ehe? Verflixt, verflucht, verdammt? Zum Glück nicht, zumindest nicht im Falle von Bosse. Das immer wieder Selbsterfinden, die Suche nach dem eigenen Sinn – ein immer wiederkehrendes Bosse-Motiv, eine Konstante, dessen wichtigste Message ist: alles wird gut. Und das kauft man ihm ab, verinnerlicht es sogar.

Das Leben ist kurz, zu kurz für ein langes Gesicht. Und Stück für Stück kommt das Lachen zurück, und die Freude und der Hüftschwung und das Glück.

Die Augenschließen-Arme in die Luft werfen-aus vollem Herzen mitsingen-Songs gehen Hand in Hand mit den Nachdenklichen. Das Album ist eine Achterbahn der Emotionen, zu denen uns Bosse einen Fahrschein geschenkt hat. Doch schaut er nicht von außen zu, sondern sitzt neben uns, nimmt selbst an der Fahrt teil. Denn selbst wenn Bosses Songs häufig nach dem allerersten, großen Herzklopfen klingen, hat auch „Alles Ist Jetzt“ großen Herzschmerz inne, der einen so ungefiltert trifft, weil man es kennt, weil man es fühlt, weil man es denkt. Den Kloß im Hals gibt es bei „Ich warte auf dich“ gratis dazu. 

Da wäre noch „Hallo Hometown„, der mir beim ersten Hören eine gehörige Gänsehaut verpasste. Wer verpackt die alltäglichsten Dinge und Gefühle schon in so schöne Worte wie Aki Bosse? Und wo wir bei Gänsehaut sind, sollte auch „Wanderer“ eine namentliche Erwähnung finden – ein Song, der zwar nicht nach Konfetti schreit, aber eine so intime, berührende Stimmung erzeugt, dass man ihn gleich noch einmal hören mag.

Hier steckt die Liebe im Detail, sowieso in jedem Satz. Bereitet uns der Opener „Alles ist jetzt“ darauf vor, die Gegenwart zu zelebrieren, verdeutlicht uns der Closing-Song „Ich bereue nichts“ mit seinem Titel noch einmal, worum es hier geht: Das Leben in seinen Höhen und Tiefen genießen, feiern, lieben, Fehler begehen und trotzdem tanzen. Aki, der Geschichtenerzähler, dem man ewig zuhören könnte.



BOSSE live

01.11.2018 Cottbus, Gladhouse ausverkauft °
02.11.2018 Chemnitz, AJZ Talschock ausverkauft °
05.11.2018 Dortmund, FZW ausverkauft *
06.11.2018 Bremen, Schlachthof ausverkauft *
07.11.2018 Rostock, M.A.U. Club ausverkauft *
09.11.2018 Kiel, Halle 400 ausverkauft *
10.11.2018 Hamburg, Grosse Freiheit 36 ausverkauft *
11.11.2018 Berlin, ASTRA Kulturhaus ausverkauft *

22.11.2018 Fulda, Kreuz ausverkauft **
23.11.2018 CH – Zürich, Dynamo **
24.11.2018 Freiburg, E-Werk **
26.11.2018 Ravensburg, Konzerthaus **
27.11.2018 Nürnberg, Löwensaal hochverlegt aus dem Hirsch **
28.11.2018 Regensburg, Eventhall-Airport **
30.11.2018 AT – Salzburg, Rockhouse **
01.12.2018 AT – Wien, WUK **
02.12.2018 Heidelberg, Halle02 ausverkauft **

Supports: * LEJO ** KLAN ° kein Support

11.03.2019 Stuttgart, Liederhalle Beethovensaal
12.03.2019 München, Tonhalle
13.03.2019 Saarbrücken, Saarlandhalle
15.03.2019 Offenbach, Stadthalle
16.03.2019 Münster, MCC Halle Münsterland
17.03.2019 Erfurt, Thüringen-Halle
19.03.2019 Berlin, Columbiahalle Zusatztermin
20.03.2019 Berlin, Columbiahalle
22.03.2019 Hamburg, Sporthalle Zusatztermin
23.03.2019 Hamburg, Sporthalle
25.03.2019 Leipzig, Haus Auensee
26.03.2019 Hannover, Swiss Life Hall
27.03.2019 Bremen, Pier 2
29.03.2019 Köln, Palladium Zusatztermin
30.03.2019 Köln, Palladium

22.08.2019 Bochum, Zeltfestival Ruhr
23.08.2019 Dresden, Junge Garde
24.08.2019 Braunschweig, Volksbank BraWo Bühne neu


Autorin: Anna Fliege / Photocredit: Tim Brüning