In drei Wochen startet die 16. Auflage des c/o pop Festival & Convention (01.– 05.05.19) in Köln. Wie gewohnt präsentiert das Festival innerhalb der gesamten Stadt auch 2019 eine außergewöhnliche Auswahl an Künstlern in besonderen Locations: Neben nationalen Headlinern wie Scooter im Palladium, Tocotronic in der Kölner Philharmonie, Mighty Oaks in den Sartory-Sälen, Hauschka im Gürzenich, Mine im Klaus-von-Bismarck-Saal des WDR Funkhaus und Fjørt im beliebten Gloria-Theater präsentiert sich das c/o pop Festival in diesem Jahr mit einem neuen UmsonstProgramm und einem Umzug nach Köln-Ehrenfeld.

Nach dem Line-up für das reguläre Festivalprogramm vom 1. bis 3. Mai ist nun auch das vollständige musikalische Programm sowie das vielseitige Rahmenprogramm „c/o Ehrenfeld“ am 4. und 5. Mai komplett. Neben etlichen Showcase-Konzerten werden den Besuchern hier zahlreiche Veranstaltungen unterschiedlichster Couleur angeboten. Rund um die Venloer Straße wird eine Vielzahl an musikalischen Acts auftreten:


Die Nerven | Mavi Phoenix | Milliarden | KLAN | ELI | Ilgen-Nur | Serious Klein | Kytes | Charlotte Brandi | The Mauskovic Dance Band | BLVTH | Alli Neumann | NOVAA | Amilli | Neufundland | Adam Naas | MOLI | AKKAN | Ankathie Koi | Young Yosef | Magic Island | Sea Moya | HOPE | Luke Noa | Sofia Portanet | Monako | Botschaft | Sparkling | DIANA Kollektiv | Die Kerzen | Juba | Botticelli Baby | Prada Meinhoff, Horst Wegener | RIP Swirl | Malugi | Kaleo Sansaa | Matija | Stray Dogg | Die Cigaretten | Hellwana | LUEAM | TinTin | LUNAS | Gloria de Oliveira | Paul Weber | Komplement | SAMA | Omo Frenchie | Ahadadream | Tiger Tiger | BODDY | Blurry Future | Ivory Stone | Cinemagraph | Ami Warning | Deep Glaze | T.S. Steel | Hanna Fearns | Minipax


Das „Outdoor-Zentrum“ von c/o Ehrenfeld wird die beliebte Heliosstraße sein. Umringt von den besten Clubs und Locations auf dem ehemaligen Gelände des Undergrounds wird hier – unter dem Helios-Leuchtturm als Wahrzeichen des Stadtviertels – am 4. und 5. Mai eine riesige DIY-Area entstehen. Neben dem beliebten „Der Super Markt“ mit über 50 kuratierten Designern, einer Bühne mit Live-Musik und DJs sowie vielen Streetfood-Ständen, können die Besucher hier einiges entdecken. Der Eintritt ist frei – wie alles bei c/o Ehrenfeld.

Dass das Gratis-Programm erstmalig im namensgebenden Stadtteil Ehrenfeld stattfindet, freut die Macher des ebenfalls dort ansässigen c/o pop Festivals ganz besonders, schließlich musste hier in den letzten Jahren sehr viel Kulturelles für neues Bauland der Stadt Platz machen. 2017 wurde der deutschlandweit bekannte Club „Underground“ abgerissen, der seit fast 30 Jahren überregional als Konzert-Location bekannt war, in den Jahren zuvor mussten schon die „Papierfabrik“ und die „Werkstatt“ in der direkten Nachbarschaft weichen und aktuell steht der Abriss des Clubs „Heinz Gaul“ auf dem Gelände gegenüber bevor. Da Ehrenfeld trotz dieses extremen Wandels in popkultureller Hinsicht noch immer viel zu bieten hat, möchten die Veranstalter das Viertel weiterhin beleben und stärken. Norbert Oberhaus, Geschäftsführer des c/o pop Festivals: „Mit dem neuen Programmmodul c/o Ehrenfeld wollen wir bewusst ein kulturpolitisches Zeichen setzen, denn wir sehen, dass dieses popmusikalische Epizentrum der Stadt massiv durch den Strukturwandel bedroht ist.“

Eine wichtige Säule beim c/o pop Festival war seit jeher das Thema Nachwuchsförderung. Jedes Jahr sind mehr als 50 % des Programms Nachwuchskünstlern vor allem aus Deutschland vorbehalten. Dies ist ein enorm hoher Wert für ein Festival in Deutschland – und ein nahezu einmaliger Wert im internationalen Kontext. Nationale Acts wie The Whitest Boy Alive, BrandtBrauerFrick, Moderat, Roosevelt, Dillon, AnnenMayKantereit oder zuletzt Beginner haben lange vor ihrem Durchbruch im Rahmen des c/o pop Festivals gespielt. Mit dem Projekt „music hub germany“ haben die Festivalmacher diesen Programm-Schwerpunkt weiter ausgebaut: Inzwischen kommen ca. 80 % der gebuchten Bands beim c/o pop Festival aus Deutschland. Das Projekt wird bereits zum dritten Mal durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. In diesem Jahr können sich circa 60 deutsche Nachwuchsbands während c/o Ehrenfeld einem internationalen Publikum bei freiem Eintritt präsentieren.

Ebenfalls gefördert durch die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien wird das Projekt „Wunderkinder – German Music Talent“ des Reeperbahn Festivals, dass 2019 im Rahmen von c/o Ehrenfeld erstmalig auch in Köln stattfindet. Ziel des 2013 ins Leben gerufenen MusikExport-Programms ist es, der Musikbranche besondere Talente aus der Heimat zu präsentieren, die eine Chance auf internationale Bekanntheit haben. „Seit der Gründung in 2013 haben 60 nationale Künstler*innen und rund 150 internationale Talent Buyer unser Programm ‚Wunderkinder – German Music Talent’ durchlaufen. Viele der teilnehmenden Musikerinnen und Musiker sind seither auch in Märkten außerhalb Deutschlands etabliert“, so Alexander Schulz, der Direktor des Reeperbahn Festivals.

Auf europäischer Ebene freuen sich die Festivalmacher auf das Projekt „We Are Europe“. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von acht europäischen Festivalveranstaltern mit kulturellem und innovativem Schwerpunkt. Die Projektteilnehmer – c/o pop Festival (Deutschland), Unsound-Festival (Polen), Elevate-Festival (Österreich), Reworks Festival (Griechenland), InsomniaFestival (Norwegen), Sónar Barcelona (Spanien), Nuits Sonores (Frankreich), TodaysArt (Niederlande) – möchten gemeinsam elektronische Popkultur, Technologie und Unternehmertum weiterentwickeln und mithilfe dieses interdisziplinären Ansatzes neue soziale und politische Entwicklungen vorantreiben. Das Projekt geht 2019 in die zweite Runde und kann dank des EU-Förderprogramm „Creative Europe“ für drei weitere Jahre durchgeführt werden.


Presse: radar net / Photocredit: Niclas Weber