Charlie Barnes beehrte am Montagabend die Kantine im Berghain und legte eine Show hin, die mehr als nur begeisterte. Mit einer Stimme von der andere nur träumen können und seiner Musik, die sich nicht so einfach in eine Schublade stecken lässt, überzeugte er mehr als nur genug.

Viele kennen ihn vielleicht vom Sehen, als den Kerl im Hintergrund von Bastille Konzerten. Aber was vielleicht nicht allzu viele wissen ist, dass er auch solo echt was draufhat und man seine Shows definitiv besuchen sollte.

Sein Set begann er mit seinen zwei Bandmitgliedern akustisch mitten im Publikum, was von Anfang an die Stimmung für den Rest des Abends setze. Die Setlist bestand aus einer guten Mischung von Liedern aus seinem 2015 Debutalbum ‚More Stately Mansions‘ und seinem letzten Release ‚Oceanography‘. Trotzdem waren einige der Lieder sehr unterschiedlich von der Studioversion, was aber in diesem Setup mehr als nur Sinn machte.

Die meisten seiner Singles packte er sehr in die Mitte und meinte scherzhaft, dass das bewusst so gewählt wurde, damit die Leute, die früher gehen müssen/wollen, auch was von der Show haben. Und wer Charlie kennt, kennt bestimmt auch sein Lachen. Etwas so ansteckendes gibt es selten. So war der ganze Abend mit Witzen über sich selbst, sein Leben als viel beschäftigter Musiker und andere geprägt.

Und wie die Show begann, so endete sie auch, nur diesmal ohne Bandmitglieder. Nur mit seiner Akustikgitarre und wahrscheinlich derselben Stimme, die auch Engel haben.

Kurz gesagt: Wer auf der Suche nach einem echten Ausnahmetalent ist, kann diese Suche hier beenden. Außerdem ist Charlie Barnes ein wahnsinnig bodenständiger und authentischer Mensch – es ist fast unmöglich ihn nicht zu mögen.




Autorin und Foto: Theresa Liebl

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