Seit vergangenem Freitag ist nun auch das zweite Album von Charlie Puth erhältlich und trägt den Titel „Voicenotes“. Einmal mehr beweist Puth damit seine Musikalität und seine Vielfältigkeit.

Falls ihr nach 2000 geboren seid, geht schnell los und fragt eure Eltern nach „Kuschelrock“ CDs und lasst euch erklären was damit gemeint ist. Schnell werdet ihr Parallelen zum aktuellen Album feststellen.


Vorweg sei betont, dass ich Fan vom Künstler aber leider nicht vom neuen Album bin. Einzelne Titel sind wirklich stark, doch im gesamten gefällt mir die deutliche Veränderung seit dem letzten Album nicht so gut. Doch eins nach dem anderen…

Ungewohnt rockig und eher überraschend ist daher auch das Intro zum Songs „The Way I Am“, welcher sich aber doch schnell zur R‘n‘B-Pop-Ballade entwickelt und den typischen Stil seiner Songs versprüht.

Verstärkt wird der 90s Kuschelrock-Vibe ebenfalls durch den Song „If You Leave Me Now“, den Puth zusammen mit ‚Boyz II Men’ (End Of The Road) DEN Soul/R‘n‘B Helden seiner eigenen Kindheit aufnahm.

Also weitere Feature-Gäste finden sich für den Song „Change“ noch James Taylor und für die aktuellste Single „Done For Me“ – ‚Kehlani‘ auf dem Album. Mit „Attention“ und „How Long“ haben wir unter den 13 Titeln auch zwei Songs, die es bereits im letzten Jahr als Singles sehr erfolgreich in die Charts geschafft haben.

Wirklich schnell und tanzbar sind wohl die wenigstens Songs des Albums, was dem Werk aber nicht schadet, sondern insgesamt eher stimmig und einheitlich wirkt. Für Voicenotes wurde spürbar ein klarer Kurs verfolgt.

Allgemein setzt Charlie Puth sehr stark auf weiche, elektronische Melodien die charakteristisch unfassbar stark an die 90er Boyband/R’n’B Hochphase erinnern lassen.

Im direkten Vergleich zum Vorgänger „Nine Track Mind“ ist die Musiker erwachsener geworden und Charlie Puth scheint seinen eigenen Stil nun vollends gefunden zu haben, der vielleicht nicht jedem gefallen wird, sich aber definitiv abhebt.

Einziger Wermutstropfen ist die Auswahl des Covers. So bekamen digitale und physische Version zwei verschiedene Titelbilder und unterscheiden sich signifikant. Leider wirkt die Version für das digitale Exemplar unfertig und zufällig ausgewählt, Schade





Autor: Dominik Huttner Foto: Jimmy Fontaine

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