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Darkstar kündigen mit „Jam“ ihr neues Album „Civic Jams“ an

Darkstar kündigen mit „Jam“ ihr neues Album „Civic Jams“ an

Darkstar kündigen heute ihr neues, viertes Album an. « Civic Jams » erscheint am 19. Juni via Warp Records. Gleichzeitig erschien heute die Single „Jam“!


Über die neue Single „Jam“ sagen Darkstar: “Jam is like a peripheral two step banger. Like if you were listening to your neighbour playing tunes through the wall or a car sped past and the bass reverberated out. It’s built with all those classic two step presets from an altern8 sample pack we found online. The organ bass is too tempting and satisfying not to use and with Jam we were able to link it in nicely. We called it Jam cos it’s a Jam duh.”

Und führen fort: “This was all planned to go out into a world that wasn’t going through a pandemic. We don’t know what we feel about releasing music in this climate to be frank. Everything we tried to touch on with regards to tangible space and shared moments on the record seems like we were concerned about a luxury we didn’t know could be reduced further. With everyone going through isolation in one form or another it certainly asks the question of what people can do to help each other. We made a record and if even just a small number of people can take comfort in it it’s more than done its job.”

Nachdem sie im Jahr 2008 erste Tracks bei Hyperdub veröffentlicht hatten, setzten Darkstar schon für ihr Debütalbum North (2010) auch auf Vocals und avancierten so zu einem der einflussreichsten Acts der britischen Dance-Szene. Auf den News From Nowhere-Nachfolger (2013) und Aufnahmen mit Künstlern wie Actress, Wild Beasts und Zomby folgte 2015 das dritte Album Foam Island: Das ambitionierte Werk zelebrierte einerseits die unendlichen Möglichkeiten im Bereich der elektronischen Musik – andererseits spielten hier aber auch erstmals politische und gesellschaftliche Themen eine sehr viel größere Rolle. Tatsächlich war der Produktion eine dreimonatige Phase vorweggegangen, in der Darkstar ausschließlich Interviews mit jungen Menschen im nordenglischen Huddersfield durchführten; diese Stimmungen und Stimmen flossen dann direkt in den Sound von Foam Island ein.

Über das neue Album sagen Darkstar:

We’ve tried to look at the juxtaposition of being comfortable in an often claustrophobic era of unrest both politically and culturally. Tangible space is where this album focuses – it’s about having the last warning on a tax bill and going to a rave. It’s resigned to having a drink while Brexit blares out in the background. Being able to enjoy the sun while another 0845 number rings out on your mobile for god knows what. We wanted to look at singling out those moments when you balance the everyday fuckery you find yourself in with being in a place or a community that resonates with you and eases the burden.

We’ve trivially written about debt, fuck it, think about it tomorrow. Explored Brex-IN rather than Brex-IT, imagine joining rather than leaving. Observed how comforting it is having a local to take the edge off while you chat shit to your mate and tried articulating if all of this was any different – would it be as graceful?

Jeden Tag wird es leichter, in Rückzugsmuster zu verfallen – wo doch jene öffentlichen Orte, an denen Menschen auftreten, einfach Zeit miteinander verbringen, tanzen und protestieren allesamt nacheinander schließen müssen. Civic Jams richtet den Blick auf das, was da verloren geht – und geht mit denen, die trotzdem zusammenhalten, den nächsten Schritt. Es gewährt einen abstrakten Blick auf die Nuancen des Lebens, auf die Suche nach etwas, an dem man sich festhalten kann, weil es die ganze Sache lebenswerter macht.



In den letzten Jahren arbeiteten Darkstar dann u.a. mit Empress Of (XL) und Gaika (Warp) zusammen; außerdem kollaborierten sie mit der Regisseurin Lucy Luscombe, wirkten an Tanz-Choreographien von Holly Blakey (Mika Levi) mit und zeichneten für den Soundtrack des Kurzfilms Dreamlands verantwortlich, der in Cannes nominiert werden sollte.

Zusammen mit ihrem Video-Regisseur Cieron Magat schufen sie danach den Film (& Live-Soundtrack zu) SAFE, der im Sommer 2017 beim Berliner „Pop Kultur“-Festival Premiere feierte und wiederum eine dokumentarische Herangehensweise mit ihrer Musik zusammenbrachte. Danach bekamen sie von PRS den Auftrag, für die britische Kulturhauptstadt Hull (2017) ein Stück für die New Music Biennial zu schreiben: Das Resultat, betitelt „Dance Unity“, wurde schließlich auch in der ausverkauften Royal Festival Hall zusammen mit dem berühmten Organisten James McVinnie aufgeführt. Daran anknüpfend komponierten McVinnie und Darkstar neue Musik für das Organ Reframed-Festival, die sie 2018 zusammen mit dem Organisten und dem London Contemporary Orchestra in der Union Chapel präsentierten. Zwei der neuen Kompositionen präsentierten sie 2019 auch in der Queen Elizabeth Hall bei Unclassified Live.

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Darüber hinaus tat sich das Duo mit Metal Liverpool, dem Arts Council England und dem Harthill Community Centre für eine Installation/Performance zusammen, für die sie mit Teenagern aus Migrantengruppen arbeiteten. Die abschließende Performance TRACKBED führten sie im Londoner Barbican Centre auf.

Im Februar veröffentlichten Darkstar bereits die Single « Wolf »


Persönliche Notiz der Band:


Presse: Beats International / Foto: Cieron Magat

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