Köln hat sich für den gestrigen Sonntagabend das Beste ins Haus geholt, was Kanada auf dem Popmusikmarkt aktuell zu bieten hat. „Bungalow“-Superstar „Scott Helman“ beehrte das Blue Shell in Neustadt-Süd.

Den Auftakt hingegen machte vorab jedoch ein Act, der seinem Namen alle Ehre erwies. Als „Provinz“ meldete sich die Familienbande um drei Cousins aus Ravensburg an, einem kleinen Dorf wie sie selbst sagten. Kräftige, intensive und vor allem emotionale Popmusik, die ein bisschen an Philipp Poisel oder AnnenMayKantereit erinnerte, brachten die drei jungen Musiker mit. Die unfassbar kantige, raue Stimme von Frontmann Vincent, zauberte einem spätestens bei „Zu Jung“ eine Gänsehaut. Große Empfehlung auf dem deutschen Markt.

Die Minuten zogen dahin und der Anfangs noch zaghaft gefüllte Club konnte zu Beginn von Scott‘s Show ein beachtliches Publikum aufweisen. Es war kurz vor 21.00Uhr als sich der unscheinbar wirkende Sänger seinen Weg durch das Publikum auf die Bühne bahnte. Dieser Eindruck verflog binnen Sekunden. Denn mit den ersten Tönen, des ersten Songs war klar, dass hier ein Profi auf der Bühne steht, mag er auch noch so jung sein.

Scott Helman überzeugt an der Gitarre und brachte zur Verstärkung seinen Drummer mit. Die zwei-Mann-Show rockte den kleinen Kölner Club bis in die letzte Ecke und die Stimmung war spürbar gut. Seine jungendliche Unbeschwertheit steckte an und machte das Konzert zu einem intimen Gig unter Freunden.

Nebst seinen Gitarrenkünsten, gab es in der Mitte des Sets eine Premiere, denn Scott bewies erstmalig sein Talent am Pad Controller, und legte unter seine akustisch eingespielten Klänge noch elektronische Beats. Eine ganz besondere Kombination, die wunderbar harmonierte und beim Publikum super ankam.

Scott Helman rockte einen Song nach dem anderen und ließ sein Musikerherz auf der Bühne aufleben. Bei jeder Nummer gab der Sänger 110%.

Mit einer nicht geplanten Zugabe nach der Zugabe beendete der Kanadier sein Set und verabschiedete sich in die Nacht, mit dem eindeutigen Versprechen zurückzukehren…



Autor: Dominik Huttner Foto: Aaron Pederson

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