Dare – so heißt die neue Platte der Englischen Indie Rockband The Hunna. Die vier Jungs aus Hertfortshire, England sind nach knapp 2 Jahren seit ihrem Debüt „100“ wieder zurück.

10 neue Songs bekommen die Hörer auf die Ohren.

Trotz nach Hinten verschobener Veröffentlichung, lässt die Freude und die Aufregung auf das neue Album kein bisschen nach.

Der erste Vorbote von Dare erschien bereits im September des vergangenen Jahres. Darauf folgten dann weiter vier Singleauskopplungen die den Sound erahnen ließen – somit ist die Hälfte von Dare bereits veröffentlicht.

Mit der ersten Nummer wird man mit einer wohlig warmen Umarmung vom Vorgängeralbum begrüßt. Die Akkorde, sowie auch die Melodie klingen vertraut – eben der typische The Hunna Sound.

Track zwei ist die erst Liebeserklärung (an eine vermeintliche Ex oder eine Freundin? – das wird wohl unter das Singer Songwriter Geheimnis von Sänger Ryan Potter fallen) von Dare. Trotz herzzerreißendem Text ist hier die perfekte Gelegenheit geboten im Takt mitzuklatschen.

Mit Fever zieht sich der Rote Brit-Rock Faden weiter durch die Platte.

Der nächste Titel, klischeehaft „Babe Can I Call“ benannt, lässt den Hörer mit dem Rhythmus dahin treiben. Eher ungewohnte Klänge von The Hunna, jedoch glänzt „Babe Can I Call“ mit hallüberlegtem Schlagzeug und Gesang. Potter singt auch hier von einer Liebe die er zurückgewinnen will, er versucht sich abzulenken doch er bleibt in Gedanken immer bei der verlorenen Geliebten.

„ She’s speaking to me, but all I can hear is you.“

 

Trotz der vermeintlich harten „Rockerschale“ zweigt er sich hier sehr verletzlich.

„Flicking Your Hair“ erfüllt auch wieder die Erwartungshaltung die man an die Britische Band hat. Der altvertraute Sound mit deutlichen Einflüssen von Kings of Leon. Veröffentlicht im Januar, ist dieser Song auch schon sehr beliebt bei der Fangemeinde.

Song Nummer 6 auf Dare ist die zuletzt veröffentlichte Single „NY to LA“.

Die Ballade „Lover“ verdichtet erneut das Bild des weichen Kerns vom Sänger der Band. Vergleichen könnte man sie mit Stücken von You Me At Six.

Ein Song der wohl für große Arenen oder sogar Stadien geschrieben ist heißt „Summer“ das war auch die erste Single die die Fans auf viel vom neuen Album hoffen ließ. Der Refrain lädt zu Mitsingen ein und neben Arenatauglichkeit wie gemacht für eine Autofahrt dem Sonnenuntergang entgegen.

Zum Ende hin wird es das erste Mal melancholisch. „Mother“ erzählt von der traurigen Situation einer Person die zu ihrer im Sterben liegenden Mutter fährt, mit der Ungewissheit ob es nicht schon zu spät ist. Dies ist wohl der mutigste Sprung den The Hunna gewagt haben, da sich der Song von Ihren üblichen Nummern abhebt.

The Hunna verabschieden das Album mit „Y.D.W.I.W.M“ (You don’t want it with me) mit einem Knall. Viel, viel rockiger als die restlichen 9 Lieder und Ähnelt sehr dem Style von der Britischen Rockband Lower Than Atlantis.

Das Album „Dare“ ist wirklich gelungen. Es wirkt wohl am besten bei den Energiegeladenen Shows der vier Musiker. Man bleibt in der vertrauten Blase von „100“ was alles andere als negativ ist. The Hunna scheinen bereits Ihren Sound gefunden zu haben und kommen damit auf jeden Fall gut an. Es lohnt sich für Fans von Bands wie You Me At Six, Twin Atlantic oder Lower Than Atlantis mal reinzuhören.


Autorin: Lisa Bogowsky