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Der mystische Klang von Say Lou Lou & „Immortelle“

Der mystische Klang von Say Lou Lou & „Immortelle“

Das schwedisch-australische Duo Say Lou Lou ist zurück! Nachdem die beiden Singles „Ana“ und „Golden Child“ bereits veröffentlicht wurden, folgt die EP „Immortelle“ via Cosmos Music Group (Membran) die neuen mystischen Klang verspricht.


Ein Artikel von Yasmine M´Barek – 2015 erschien das gefeierte Debütalbum „Lucid Dreaming“ der Zwillinge Miranda und Elektra Kilbey auf dem sich unter anderem die Hits „Julian“, „Games for Girls“ und „Nothing but A Heartbeat“ befinden. Das Album zeichnete sich durch dream-pop und Melancholie aus. Man würde eigentlich sagen, Say Lou Lou zeichnet sich dadurch aus, die Art von Pop-Star zu sein, die sich durch Ästhetik, leichtem Pop und soften Texten auszeichnen. Damit ist aber Schluss. Naja, so halb.

Wie die beiden im Interview bekannt gaben, handelt es sich bei „Immortelle“ um eine sehr persönliche EP, die sich damit beschäftigt die Rolle als Frau zu erkunden und analysieren. Es soll ein unabhängigeres Album sein, deswegen löste sich das Duo vom alten Label „Corporate Music Industry“ um künstlerisch freier arbeiten zu können. Produziert wurden die Tracks mitunter von Trent Mazur & Dashiell Le Francis. Say Lou Lou erzählt, dass die Entwicklung des Albums durch eine Einkapslung und intensive Arbeit entstand: „It was some of the best times of our lives. It was intense. We only rarely let others in and with them, their opinions. We needed to make this on our own this time.“

Die Single „Ana“ ist sinnlich, dunkel und verrucht und begeistert mit rockigen Fragmenten. Und deutet sehr wohl die Richtung an die diese EP einschlägt. Slow Pop trifft Drama. Eine allgemeine Dramatik lässt sich in allen Songs finden, aber insbesondere „All Love To Me“ und „Under the milky way“ bieten einen schweren Sound und besonders viel Emotionalität.

„They’re gonna cut you to the core
Gonna try cool you down
And they will shame you when you flirt
But they’ll hate it when you frown“

(Golden Child)

Mit dem Song „Phantoms“ liefern Say Lou Lou ein musikalisches Kunststück zwischen Lachen und Weinen, er handelt von Verlust und schwebt zwischen außergewöhnlichen Sounds und engelsgleichen Stimmen.

Trotz aller Veränderungen ist die Ästhetik die bereits die Debüt Ära auszeichnete nicht verloren gegangen. Die Kombination aus mehreren Bereichen sei enorm wichtig. Das Duo erzählte im Interview: „I think all these different things — fashion, music, art, and film — are becoming one.“

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Das zeigte sich auch im bereits erschienenen Video zu „Golden Child“ das sich mit der Dominion männlicher Meinungen beschäftigt. In verspiegelten seichten goldigen Farben und abstrakter Klarheit stellen Say Lou Lou weiterhin die Kombi aus künstlerischem als auch musikalischem Talent dar.

Allgemein ist die EP sehr stimmig und hat zwar teilweise einen ähnlichen Sound, was dem Gesamtwerk allerdings nicht schadet. Say Lou Lou wollte und hat sich neu ausprobiert und ist vom Verträumten zum dramatisch verträumten Trip-Hop ge-upgraded. Bleibt zu erwarten welche Experimente die Zwillinge von Say Lou Lou noch zu Tage bringen!


Autorin: Yasmine M´Barek / Foto: Axel Lindahl


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