Sie schwimmen gerne gegen den Strom, gehören zu einer der kulturell bedeutendsten Bands der letzten dreißig Jahre, wurden mehrfach für ihre Musik ausgezeichnet und veröffentlichen nun mit „No Tourists“ via Bmg Rights Management (Warner) ihr mittlerweile siebstes Studioalbum!


Ein Artikel von Nina Paul – The Prodigy melden sich zurück, ihren alten Attitüden und Sound treu geblieben mischen sich den doch teils sehr trägen und homogenen Musikmarkt wieder auf.

11 Songs gibt es von den Briten zu hören und diese haben es soundtechnisch und kräftemäßig wieder in sich. Schon der erste Klang von „No Tourists“ zeigt den Weg an. Schnell und stets im Wandel präsentieren sich die einzelnen Tracks. Dieses Album ist anders und es geht nicht um den Simplizimsus im Leben. Es geht um das Streben nach neuem, nach anderem und sich nicht von der Masse mitreißen zu lassen. Also nicht wie ein Tourist sich durch die Gegend schleifen zu lassen, sondern selber neugierig die Richtung gegen den Strom zu finden.
 

… The here is now, we live forever, the time has come, we live forever …

 

Fette Bässe, voller Sound, der The Prodigy bekannte Gesang, sei es bei den Vorabsingles „Light Up The Sky“, „Need Some1“, „Fight Fire With Fire“ und „We Live Forever“, Liam Howlett, Maxim und Keef Flint ziehen einen direkt mit.

Ob Rave, Techno oder irgendwas mit Elektro The Prodigy sprechen mehrere Generationen an, die welche die Briten seit den frühen 90ern verfolgen und ihren Meilenstein „The Fat Of The Land“ Ende der 90er direkt miterlebt haben und wie dieses in der Musikbranchen eingeschlagen ist, aber auch die „neue“ Generation, die sich nach was anderem in der Musikwelt sehnt und nicht ständig dasselbe aufgetischt haben möchte, eben keine typischen Musik-Touristen sein möchten. Dafür ließen sich auch Ho99o9 und Barns Courtney nicht lang bitten und haben so bei „Fight Fire With Fire“ und „Give Me A Signal“ tatkräftig zum Sound beigetragen.

Na, was lässt sich jetzt daraus ziehen? Sind doch mittlerweile über 20 Jahre seit The Prodigy auf dem internationalen Musikmarkt ihre Marke setzten, so haben die drei Briten doch eines nicht getan, sich großartig verändert. The Prodigy sind, waren und bleiben The Prodigy!



27.11.18 – Max-Schmeling-Halle (Berlin)
28.11.18 – Zenith (München)
04.12.18 – Festhalle (Frankfurt)
05.12.18 – Mitsubishi Electric Hall (Düsseldorf)


Artikel: Nina Paul / Foto: Andy Cotterill