Die Orsons sind eine Band der Extreme – nicht nur was die sehr besondere Konstellation ihrer Mitglieder angeht. Am besten können sie ganz weit draußen und ganz tief drinnen, Observation und Tiefenpsychologie. Das neue Album „Orsons Island“ (VÖ: 02. August) ist beides. Konkret folgt man den Orsons durch vier Kapitel. Der Track „Schneeweiß“ schließt Kapitel II ab. Das ist der Teil des Albums mit dem Abgrund.


Der erste Abschnitt der Platte beschreibt den Moment vor der Suche. Alles ist gut: Party, Zeitgeist, Verliebtsein, auch ein paar Zweifel, aber die gehören bei diesen Typen ja zum Grundmodus. Der zweite Abschnitt ist Niedergang: The drugs don’t work, zumindest nicht mehr. Also kopfüber in den Abgrund. Abschnitt Nummer drei markiert den Moment des Umdenkens und der Hoffnung. Klappt nicht? Naja, mach dich nicht verrückt, wird schon. Im letzten Abschnitt schließlich stehen das Ankommen und die Antworten. Einfach sind auch die nicht, natürlich nicht. So ein Paradies ist eben etwas sehr Persönliches.


„Von hier aus geht es nur bergab, ich glaub nicht, dass ich’s ertrag“


Der Track „Schneeweiß“ schließt Kapitel II ab. Das ist der Teil des Albums mit dem Abgrund. Mitten rein in den Schmerz. KAAS beschreibt darin den Moment, als Falcos Hit „Rock Me Amadeus“ an die Spitze der US-Charts schoss – als erster und bis heute einziger deutschsprachiger Song. Für Falco bricht damals etwas zusammen. Er weiß, dass es ab jetzt nur noch bergab gehen kann. Für KAAS steht der Österreicher stellvertretend für alle Künstler und den Moment, wenn sich Realität und (Alb)Traum vermischen. Im Großen wie im Kleinen.



Presse: Universal Music / Photocredit: Monica Menez