Jetzt macht sie auch noch Musik?“ wird sich am heutigen Releasefreitag sicherlich ein Großteil der Menschen gedacht haben. Sie – das ist ist Dita Von Teese. Sie, die weltweit berühmte Burlesque-Tänzerin aus Michigan, das Model, die Businessfrau, die Schauspielerin, die Ex-Frau von Schock-Künstler Marylin Manson und nun also auch: die Sängerin.

Ja! Ja, die Frau, deren Äußerliches direkt aus einem Hollywoodfilm der goldenen Zwanziger entspringen könnte, hat sich vor’s Mikro gewagt und ein komplettes Album produziert, nachdem sie in der Vergangenheit bereits bei Monarchy und dem südafrikanischen Rap-Rave-Duo DIE ANTWOORD als Featuregast fungierte.

Das Cover ihres selbstbetitelten Albums schmückt die 45-Jährige allerdings nicht allein. Neben ihr trohnt der französische Musiker Sébastien Tellier. Der Künstler, der sich 2004 mit „La ritounelle“ einen lebenslangen Wahnsinnserfolg sicherte, erfüllte sich mit dem gemeinsamen Projekt einen langersehnten Traum: ein Album für eine ihn inspirierende Frau komponieren.

DITA VON TEESE“ ist ein Experiment. Die Tausendsassarin singt mal auf Englisch, mal auf Französisch. Zwischen verträumten Passagen, erotischen Chason-Anschlägen und elektronischen Begleitungen findet hier alles seinen Platz. Der Longplayer klingt zurückhaltend-verrucht, dabei hochwertig und anmutig. Und wie Heather Renée Sweet, so ihr bürgerlicher Name, so ins Mikro haucht, klingt es, als würde sie seit Jahren den lieben langen Tag nichts anderes tun. Wie in jedem ihrer Tätigkeitsbereiche versprüht sie verschwenderisch Glamour, als gebe es kein Morgen.

Bereits die am Ende des letzten Jahres erschienene Singleauskopplung „Rendez-vous“ versprach ein unkonventionelles Album, das aus Schubladen und Mustern fällt, dem Zeitgeist des Jahres 2018 entflieht und den Hörer an ferne, längst vergessene Orte führt. Ein, man benutzt dieses Adjektiv in solch einem Kontext viel zu selten, sexy Album, welches textlich ferner an eine Lana Del Rey erinnert, musikalisch aber vergeblich Konkurrenz sucht.

Ich, als allgemeiner Fan der atemberaubenden Dame, bewundere die Arbeit mit Sébastien Tellier. Schlußendlich stellt sich die Frage: Worauf dürfen wir uns als nächstes freuen, liebe Dita?

Autorin: Anna Fliege

Photocredit: Camille Vivier

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