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DIY-Debüt mit Potential: DVNKEL veröffentlicht „Irgendwas mit Vertigo“

DIY-Debüt mit Potential: DVNKEL veröffentlicht „Irgendwas mit Vertigo“

Wie klingt es eigentlich, wenn man all seine deutschen Lieblingskünstler komprimiert in einem Song unterbringt? Geht es nach DVNKEL und seiner Debütsingle „Irgendwas mit Vertigo“, lautet das Fazit: Ziemlich fein.


Die Gitarrenriffs, die Stimme, die Zeilen aus seinem Mund – immer wieder bilden sich vor dem inneren Auge Assoziationen. Namen wie Drangsal, Turbostaat, Casper, Frittenbude oder Die Ärzte springen zum Sound von „Irgendwas mit Vertigo“ im Kopf umher. Einen Song, den man mit wenig Aufwand in die Alternative-Schublade stecken kann, die einzelnen Elemente dabei aber liebevoll in ihre Sub- und Sub-Sub-Genres sortieren sollte.

Müsste man den Menschen hinter DVNKEL mit einem Wort beschreiben, dann wäre es sicherlich „rastlos“. Nicht nur seinen Wohnort hat der Wahl-Stuttgarter in den letzten Jahren so oft gewechselt wie ein Marathonläufer seine Schuhe. Auch musikalisch wollte er sich nicht so richtig festlegen: Als Teenager spielte er in seiner ersten Punkband und es sollte auch nicht die letzte bleiben. Die Grenzen der saarländischen Kleinstadt-Punk-Sozialisation zu überwinden, um als Singer/Songwriter durch Europa zu touren oder wavige Electropop Songs im Ankleidezimmer aufzunehmen, hat dann doch etwas länger gedauert.

Auch wenn das Genre-Hopping auf den ersten Blick recht wahllos wirken mag, so ist jedes Projekt die mehr oder wenige logische Fortführung des vorangegangenen. Aber dennoch muss immer ein Stück Altes gehen, um Neuem Platz zu machen. Und so handelt es sich bei DVNKEL um die Verdichtung sämtlicher musikalischer Einflüsse zu einem Output, welches sich im Spannungsfeld von Rap, Indie und DIY-Ästhetik einordnen lässt
.
Für das Video zur ersten Single „Irgendwas mit Vertigo“ hat er nicht nur Kamera und Schnitt übernommen, sondern ist gleich selbst in verschiedene Rollen geschlüpft.

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Die selbstbetitelte Debüt EP erscheint am 20. März auf allen digitalen Plattformen.



Autorin: Anna Fliege / Presse & Photocredit: DVNKEL

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