Vier Schulfreunde aus einer Kleinstadt, die eine Band gründen: so fangen viele moderne Märchen an, die nur allzu schnell ihr Ende finden. Auch Dizzy aus Oshawa, Ontario in der kanadischen Idylle begaben sich auf diesen Weg. Spoiler: Es gibt ein Happy End!

Dieses Happy End kommt in Form ihres Debütalbums daher, das den Namen „Baby Teeth“ trägt. Ein Album, getrieben von der Gedankenversunkenheit und einem brennenden Ausbruchsgedanken. Raus aus den Suburbs, raus aus der Neubausiedlung, raus aus den alten Mustern und den immergleichen Gesichtern.

Dizzy setzten sich aus dem brüderlichen Dreiergespann Charlie, Alex und Mackenzie zusammen, die sich ihre Schulfreundin Katie als Frontfrau mit ins Boot holten. Heraus kommt dabe sanfter, verträumter Indie-Pop, der hin und wieder durch elektronische Beats bereichert und durch eine melodisch-prägnante E-Gitarre begleitet wird.

„I am starting to see stars and moons, this is how it ends, a courageous boom. And it’s awful sad that two lovers bloom, I am starting to see stars and moons.“

Thematisch dreht sich „Baby Teeth“ um die typischen Twentysomething-Probleme, Herzklopfen trifft auf Herzschmerz, die immer gleichen heimischen Partys gehen Hand in Hand mit der Sehnsucht nach Veränderung.

Die 10 Tracks des Debütalbums sind makellos produziert und im wahrsten Sinne traumhaft, doch fehlen hier und da kleine Überraschungsmomente. Schnell taucht man in die kleine Filterbubble des kanadischen Quartetts ab und lässt sich von den Wellen ihrer Pop-Melodien treiben, bis man unerwartet am Ende ankommt. Dennoch ebnet „Baby Teeth“ den Weg für eine rosige Zukunft der Vorstadt-Band, die besonders in europäischen Gewässern schnell ihren Anklang finden könnte.

 

Für Fans von: OH WONDER, Angus & Julia Stone, CHVRCHES



DIZZY live

21.09.2018: Hamburg, Reeperbahnfestival
22.09.2018: Berlin, Musik & Frieden


Autorin: Anna Fliege / Photocredit: Leeor Wild