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Don Broco in der Kantine Köln – vom Geheimtipp zum Abräumer

Don Broco in der Kantine Köln – vom Geheimtipp zum Abräumer

Dass Don Broco schon lange kein Geheimtipp mehr sind, hat das Quartett aus England durch diverse ausverkaufte und hochverlegte Shows unter Beweis gestellt. Bei Ihrer diesjährigen Tour machen die Jungs auch bei uns in Deutschland halt und sorgen für volle Hallen und glückliche Fans.


Ein Artikel von Lisa Schulz – Am gestrigen Abend hat die Kantine in Köln nicht nur eine, sondern gleich drei großartige Bands auf die Bühne geholt. Wegen der großen Nachfrage wurde das Konzert von den Senkrechtstartern Don Broco, begleitet von Emarosa und Dreamshade, bereits vom Club Volta in die Kantine hochverlegt. Trotzdem sorgte das Publikum auch dort für eine rappelvolle Location.

Don Broco machen Musik, die dem Einheitsbrei des Mainstreams entgegensteht. Die Band aus England vereint Genres wie Rock, Pop und Post-Hardcore, mit Einflüssen aus den Bereichen Electronic und Metal. Genauso facettenreich wie Ihre Musik sind auch Ihre Fans, wie am Abend des Konzerts in Köln deutlich wird. Lässt man seinen Blick durch die Halle schweifen, sieht man ein grob gemischtes Publikum, von tätowierten, bärtigen Kerlen bis hin zu kreischenden jungen Mädchen – alles dabei und alle durchweg begeistert.

Zugegeben, die vorherige Parkplatzsuche vor der Kantine gestaltete sich bei so viel Andrang etwas schwierig und auch die ziemlich lange Umbaupause zwischen den grandiosen Jungs von Emarosa und dem Hauptact des Abends sind ärgerlich, können aber mit einem zugedrückten Auge hingenommen werden. Denn die Liveauftritte und die Stimmung in der Halle lassen einen solche Nebensächlichkeiten schnell wieder vergessen. Schon der Opener Dreamshade überzeugt mit kraftvollem Metalcore und lässt die Menge vor der Bühne ausrasten. Absolut kein schlechter Start in den Abend.

Auch die folgende Band, Emarosa, hätte nicht perfekter ausgewählt werden können. Sänger Bradley Walden hat den Begriff der Bühnenpräsenz fest verinnerlicht und jagt mit seinen Bandmitgliedern über die Bühne, während das Kölner Publikum mitfeiert. Berührungsangst herrscht hier absolut nicht, springt Sänger Bradley einfach mal kurzerhand ins Publikum und trägt währenddessen seinen Gitarristen durch die euphorische Menge. Allein diese beiden Auftritte hätten schon für einen gelungenen Abend gesorgt – und dann kommt der Hauptact und setzt das Sahnehäubchen obendrauf.

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Don Broco starten Ihr Set mit Ihrem Hit „Come Out To LA“ und knüpfen direkt an die vorherige, ausgelassene Stimmung an. Bei „Stay Ignorant“ wird der erste Circle-Pit des Abends eröffnet und die Halle tobt. Was folgt, ist eins der Konzerte, bei dem das ganze Publikum mitgeht und niemand still in der Ecke stehen bleibt. Don Broco liefern einen würdigen Auftritt ab und verschaffen dem Kölner Publikum einen großartigen Abend. Beim „T-Shirt Song“, der leider das Ende dieses Abends ankündigt, gibt auch das Publikum noch mal Vollgas und lässt besagtes Kleidungsstück durch die Luft fliegen.


Autorin und Foto: Lisa Schulz

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