Die Dortmunder Surfpunk-Band Drens kündigt für den 15. Mai 2020 ihre EP „Pet Peeves“ an. Heute erscheint bereits ihre neue Single „Saditsfiction“ samt Musikvideo.


Es ist eine Hymne an die Prokrastination, an Tage, an denen man seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird.

Die vier jungen Männer Arno, Patrick, Fabian und Joel aus Dortmund nennen sich gemeinsam Drens. Gegründet Ende des Jahres 2017, haben sie sich in den vergangenen Jahren schon durch zahlreiche Live-Auftritte einen wilden Ruf erspielt. Nun vereinen sie ihren flirrenden Surf-Sound auf ihrer „Pet Peeves“ EP, die sie gemeinsam mit Kraftklub-Gitarrist Steffen Israel aufgenommen haben.

Drens nehmen sich all den Themen an, die ein Menschenleben ungemütlich und schmerzhaft machen können – Isolation, Trauer, nicht geführte Aussprachen. Konflikte und Probleme, einst verhasst, aber mittlerweile lieb gewonnen und vertraut wie ein Haustier, das man hegt und pflegt. Blöd nur, wenn dann aus den „Pet Peeves“, den kuscheltiergroßen Ärgernissen, ausgewachsene Raubtiere werden, die alles auffressen, was ihnen in die Quere kommt.

Was deprimierend klingen könnte, besticht durch einen leichtfüßigen Garagesound und eine sonnendurchflutete Lo-Fi-Ästhetik. Mit warmen und detailverliebten Texten geben Drens ihren Songs eine bitter-süße Leichtigkeit.

Mit „Saditsfiction“ veröffentlicht die Band eine Hymne über Zeiten, an denen einem nichts so recht gelingen will, man immer einen Schritt zu langsam ist, während die Anderen an einem vorbeiziehen. Mit wenigen Worten und großer Beobachtungsgabe erzählt die Band von zerronnenen Tagen, an denen man dem Verlauf der Sonne aus dem Bett zuschaut.

Drens gelingt mit „Pet Peeves“ ein seltener Spagat: Der wache Blick für die Beschissenheit der Dinge und trotzdem eine Sicht für all das Schöne und Gute. Es sind nicht nur Fragen, sondern auch Antworten auf die vorangegangenen Probleme – ein Schulterklopfer, ein aufmunterndes Nicken oder zwei Bier an der Bar.



Presse: Check Your Head / Photocredit: Leonie Scheufler