Jedes Jahr im Frühsommer ist das Full Force (ehemals With Full Force) die Anlaufstelle für Fans von Metal, Hardcore und Punk. Seit 2017 standen einige Veränderungen für das erfolgreiche Musikfestival an. Erst der Umzug auf das Ferropolis Gelände bei Gräfenhainichen, dann die Namensabwandlung – die mit und ohne Alkoholpegel leichter von der Zunge geht – und die Ankündigung, dass das Festival in Zukunft musikalisch breiter aufgestellt sein wird. Für Fans des seit 1994 stattfindenden Festivals wird es spannend.


Ein Artikel von Lisa Schulz – 2018 feierte das Full Force mit 25.000 Besuchern sein 25-jähriges Jubiläum mit Größen wie Hatebreed, Judas Priest, Parkway Drive und vielen mehr. Auch in diesem Jahr lässt sich das Line-Up sehen und verspricht ein spannendes Festival 2019. Wir nehmen das diesjährige Line-Up genauer unter die Lupe,  um die Vorfreude auf den Festivalsommer mit Bier, gutem Wetter und phantastischer Musik zu steigern.

Der Start ins Festival

Der Freitag beim Full Force könnte nicht besser starten. Auf der Hardbowl Tentstage findet ihr am ersten Festivaltag Acts wie To The Rats & Wolfes, Sondaschule, Napalm Death und The Amity Affliction. Die Medusa Seestage ist allein wegen ihrer Lage am Wasser einen Besuch wert. Mit Bands wie Wolfheart, Amenra und Cannibal Corps und einem kühlen Bier in der Hand, lässt sich die Atmosphäre noch besser genießen. Auf der Mad Max MainStage könnt ihr euch auf Auftritte von  Any Given Day, While She Sleeps, Sick Of It All und Behemoth freuen. Den Tagesabschluss machen am Freitag Parkway Drive, mit wahrscheinlich wie gewohnt spektakulärer Show.

Der harte Kern

Der Festivalsamstag fährt mit Größen wie Burry Tomorrow, Jinjer, Zeal& Ardor und Arch Enemy auf. Als wäre das nicht genug stellt sich am Abend Saturday Night Fever bei der Psychedelic-Rockband Kadavar mit ihrem original 70er-Jahre Equipment und dem Stoner-Rock der seit 1995 bestehenden Band Orange Goblin ein. Wer zwischen Bier und Bands Zeit findet, sollte das weitläufige Festivalgelände umgeben vom Tagebausee und riesigen Stahlbaggern erkunden.

Einer geht noch

Alles geht zu Ende, doch vorher gibt es noch einen ganzen Tag Festivalstimmung und Musik vom Feinsten. Der Sonntag wird noch ein mal mit Bands wie Ignite, Bad Omens, Beartooth und Lamb Of God zelebriert. Das große Finale bescheren uns Limp Bizkit auf der Mainstage. Wer danach immer noch nicht genug hat, kann sich Heimorgel-König Mambo Kurt anschauen.


Feuer und Flamme

Dass die australischen Metalcore Giganten Parkway Drive mit krasser Liveshow glänzen, durften wir dieses Jahr schon auf Ihrer Reverence-Tour miterleben. Bei dieser Band dürfen sich die Besucher des Full Force dieses Jahr Auf Fackeln, Feuer und Spannungsaufbau vom Feinsten  freuen. Die Band hat sich ihren Erfolg hart verdient und nutzt diesen, um die Grenzen ihrer Live-Performance ins Unermessliche zu pushen. Eins ist sicher, Parkway Drive werden eines der Highlights des Full Force 2019 werden. Über Limp Bizkit kann man denken was man will, ihren Erfolg kann man ihnen definitiv nicht absprechen. Fred Durst ist wahrscheinlich jedem, der in den 2000ern groß wurde ein Begriff und kehrt nun, nach mehrjähriger Pause zurück um dem Full Force Publikum einzuheizen.



Internationale Größen

Lamb Of God ist eine der Metal-Bands die man ein mal in seinem Leben gesehen haben muss. Das US-amerikanische Magazin Loudwire führt Lamb of God auf seiner Liste der 50 wichtigsten Metalbands des 21. Jahrhunderts. Ein Grund mehr sich die amerikanische Band um Sänger Randy Blythe auf der großen Festivalbühne anzusehen und von ihrem Liveauftritt überzeugen zu lassen. Die aus Polen stammende Band Behemoth hat erst iim letzten Jahr ihr neues Album „I Loved You At Your Darkest“ veröffentlicht. Wer auf düsteren Black-/Death-Metal und dramatische Auftritte steht, ist hier genau richtig. Sänger Adam Michał „Nergal“ Darski bezeichnet seine Musik selber gerne als Kunst, die in ihm entsteht und die er erst ganz zum Schluss mit anderen teilt.



Frauenpower

Neben dem großen Anteil an Testosteron darf natürlich nicht der starke Gegenpart in Form von weiblichen Frontfrauen fehlen. Am Full Force Samstag werden Arch Enemy die MainStage des Full Force abreißen. Die schwedische Melodic-Death-Metal- Band zeigt mit Frontfrau Alissa, dass Frauen ihren Platz in der Welt des Metall mehr als verdienen. Auch  die ukrainische Band Jinjer überzeugt mit Frontfrau Tatiana Shmaylyuk und ihren kraftvollen und derben Shouts.


Für Insider

Malevolance sind jung, motiviert und gehen ordentlich ab. Die Engländer formierten sich 2010 und unterschrieben nur drei Jahre später einen weltweit gültigen Plattenvertrag. Mit Musik zwischen Metal und Hardcore  geben die Jungs live Vollgas und haben es diesen Sommer auf die Bühne des Full Force geschafft. Man darf gespannt sein, wo es Malevolance in den nächsten Jahren noch hinzieht.

Auch die deutsche Band Kadavar gibt es seit 2010, kommen musikalisch allerdings aus einer anderen Ecke als Malovalence. Die drei Bandmitglieder Christoph „Lupus“ Lindemann, Simon „Dragon“ Bouteloup und Christoph „Tiger“ Bartelt machen vintagelastigen Stonerrock der einen zurück in die 70er katapultiert.


FULL FORCE 2019

Alcest, Amenra, Amorphis, Animals As Leaders, Annisokay, Any Given Day, Arch Enemy, At The Gates, Bad Omens, Batushka, Beartooth, Behemoth, Billybio, Black Peaks, Bleeding Through, Bury Tomorrow, Cane Hill, Cannibal Corpse, Carach Angren, Crowbar, Crystal Lake, Drug Church, Flogging Molly, Gutalax, Harakiri For The Sky, Harm`s Way, Ignite, Infected Rain, Jinjer, Kadavar, Knorkator, Lamb Of God, Landmvrks, Limp Bizkit, Malevolence, Mambo Kurt, Mantar, Massendefekt, Municipal Waste, Napalm Death, Orange Goblin, Our Last Night, Perturbator, Parkway Drive, Polaris, Power Trip, Sick Of It All, Smoke Blow, Sondaschule, Terror, TesseracT, The Amity Affliction, The Ocean, To The Rats and Wolves, Turnstile, Ultha, While She Sleeps, Whitechapel, Wolfheart, Walking Dead On Broadway, Zeal & Ardor



Autor: Lisa Schulz Foto: With Full Force | Dirk Behlau