Es wird magisch. Oder sagen wir eher zauberhaft. Denn mit diesem simplen Wort lässt sich das fünfte Album des Amerikaners am ehesten beschrieben.

„Magic“ heißt die Neuerscheinung und ist ein Pop-Rock Spektakel kompensiert auf wundervolle 13 Titel. Diversität in ihrer schönsten Form.

Der Einstieg ins Album geschieht mit „Extraordinary Magic” und ist damit direkt so fesselnd und gleichzeitig beruhigend, dass man gar nicht anders kann, als erstaunt auf das zu warten, was noch kommen mag.

‚I Will Always Be Yours‘ entfernt sich ein wenig vom Opener und entführt uns musikalisch in die 80er. Dramaturgisch angelehnt an damaligen „Kuschelrock“ erinnert der Titel an Bands wie „Foreigner“ oder „The Police“. Zeit die Feuerzeuge herauszuholen!

Insgesamt hat das Album einen erfrischenden Hauch „Retro-Charme“ und weckt damit Gefühle an die eigene Kindheit. Mit 31 Jahren, hat Ben Rector das Beste der 80er und 90er miterleben dürfen und lässt diese Inspirationen in seine Musik einfließen.

Deutlich aktueller wird es spätestens mit dem Song „Duo“, der schneller und frischer wirkt und dabei sogar Sommerhit-Vibes versprüht. Ein bisschen Sprechgesang und stark ausgeprägte Drums, machen den Track super lässig und einprägsam.

Man findet sich beim Anhören des Albums immer wieder im Wechsel zwischen positiver Erstauntheit und leichtem Schock. Es schwingt ganz subtil eine leichte Boyband-Note mit, die aber keinesfalls negativ aufzufassen, sondern eher herzerweichend touchy ist. „Magic“ wagt etwas neues. Etwas spezielles.

Und so wie man den Gedanken an Boybands zu Ende gedacht hat, kommt ein Titel wie „Boxes“ daher, der all das vorangegangene wieder umkrempelt und absolut anders klingt. Fast magisch, springt Ben Rector zwischen Songs und Genres hin und her.

Spielerisch gelingt der Wechsel zwischen einfühlsamen Balladen, die ganz minimalistisch bleiben und ergreifenden Pop-Rock Nummern, die sofort das Kommando zum Tanzen geben. It’s a kind of magic.

Lasst euch verzaubern und taucht ein in die wunderbar magische Welt von Ben Rector!



Autor: Dominik Huttner Foto: Cameron Powell