„Ich bin so dumm, ich weiß nicht mal wer ich bin“: Faber veröffentlicht mit „Generation YouPorn“ die zweite Single aus seinem am 1. November erscheinenden zweiten Album „I fucking love my life“. Und nach wie vor gehören die Songs des Schweizer Enfant Terrible zum klügsten und polarisierendsten, was es in deutscher Sprache zu hören gibt.


Seit Faber mit seinem Debütalbum „Sei ein Faber im Wind“ den Startschuss für eine schon jetzt beeindruckende Karriere legte, ist viel passiert: Drei ausverkaufte Tourneen, Headlinerslots auf Festivals, Faber wurde von Kritik wie Fans gleichermaßen gefeiert.

In „Generation YouPorn“ zeichnet er ein dystopisches Generationen – und Gesellschaftsportrait, ohne sich dabei selbst aus der Kritik zu nehmen. Und das ist eine seiner großen Stärken: Faber wird nie belehrend. Im dazugehörigen Video ist er ein Gefangener. Während sich die Kamera langsam und unerbittlich von ihm entfernt gibt es für den Sänger augenscheinlich kein Entkommen.



Generation YouPorn“ klingt beschwingt, trickreich. Ein Song, der der Welt den Spiegel vorhält. Darin zu sehen: Ein einziger Widerspruch. Die einen wollen den Planeten retten, fahren aber mit dem SUV zum Biomarkt. Die anderen schauen Pornos, erlauben sich aber nicht mehr, sich zu verlieben. Allein die Oberfläche gibt noch Halt.

Und Faber steht daneben, ein Glas Wein in der Hand und versteht die Welt nicht mehr. Versteht sich selbst nicht mehr. Und tut das, was er am besten kann: Darüber singen. „Ich bin so dumm, ich weiß nicht mal wer ich bin“ – vielleicht sind sie es ja auch, was das Mensch-Sein überhaupt ausmacht, diese ständigen Widersprüche?


Presse: Universal Music / Photocredit: Peter Kaaden