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Ergreifend Gefühlvoll: Maverick Sabre – „When I Wake Up“

Ergreifend Gefühlvoll: Maverick Sabre – „When I Wake Up“

Maverick Sabre hat sein drittes Album „When I Wake Up“ für morgen angekündigt und veröffentlicht damit seinen bereits dritten Longplayer. Das neue Album ist ein äußerst persönliches und ergreifendes Werk des angesehenen Songwriters und beinhaltet starke Features mit Jorja Smith und Chronixx. Seit er vor sieben Jahren mit seinem in UK auf #2 gecharteten Debüt-Album „Lonely Are The Brave“ in die britische Musikszene geschossen ist, hat sich Mav nicht nur als angesehener Künstler, sondern auch als Geschichtenerzähler, Sprecher und begnadeter Songwriter bewiesen.


Ein Artikel von Dominik Huttner – Bereits mit den ersten Tönen des neuen Albums wird klar, dass Sabre auch dieses Mal nichts dem Zufall überlassen hat. „When I Wake Up“ ist buchstäblich ein Weckruf und strömt nur so vor detailverliebtheit und Exzellenz. So setzt bereits der Opener „Preach“ neue Maßstäbe und macht klar, wofür Mavs Musik steht: mitreißender, durchströmender Soul.

Dass Sabres Wurzeln in der urbanen Szene liegen, lässt sich unweigerlich erkennen und steht den Songs ausgezeichnet, dennoch ist das Konzept ausgefeilt genug, um auch neue Zuhörer zu gewinnen und eine andere Richtung einzuschlagen. Die vierjährige Schaffenspause reichte also, um sich um 180 Grad zu wenden, sich dennoch nicht zu verlieren.

Slow down, won’t you come around?
Slow down, won’t you come around to my ways?
(I’ve been tryin‘ not to let you go)


Highlight des Albums ist dabei wohl die erste Singleauskopplung ‚Slow Down‘, die in Zusammenarbeit mit Jorja Smith entstanden ist und sich als Uptempo R’n’B Ballade präsentiert. Überzeugender und eindrucksvoller hätte ein „Comeback“ kaum sein können. So war es durchaus clever, sich eine der angesagtesten Künstlerinnen des Genres auszusuchen und mit ihr gemeinsam einen Track für das Album zu produzieren. Dass die beiden so wunderbar harmonieren macht den Titel darüber hinaus so unglaublich hörenswert und intensiv, dass man sich wünschen würde, alle Titel wären in einer Zusammenarbeit entstanden.

Und auch die zweite Veröffentlichung ‚Into Nirvana‘ zeigt einen neuen Einschlag, wirkt rough und gleichzeitig zerbrechlich genug, um unter den restlichen Titeln nicht zu sehr herauszustechen. Es ist die Gesamtkomposition die überrascht und es durchweg schafft zu überzeugen. Der sich immer wiederholende Post-Chorus und Chorus bilden dabei den Rahmen für die Intensität des Titels. Und auch der enorme Gegensatz zu ‚Slow Down‘ ist ein gelungener Schachzug, um die eigene Versatilität unter Beweis zu stellen.

I was chasing oasis
Champagne, supernova
I wonder walls through the city
And do we all live forever?


Insgesamt schafft Sabre es zum wiederholten Male, alles aus seiner Stimme herauszuholen und sich in einer Bandbreite zu präsentieren, die eindrucksvoller kaum sein könnte. Wer bereits das Erstlingswerk „Lonely Are The Brave“ mochte, wird auch mit „When I Wake Up“ ein Album finden, dass einen Zustand vollständiger Zufriedenheit auslöst. Selten haben sich Gegensätze so homogen präsentiert und dabei so schön gefühlvoll geklungen.

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Autor: Dominik Huttner Presseauszüge: Verstärker Foto: Verstärker

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