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Esco & „Nix kann, alles muss“: Durchdachte Texte am Nerv der Zeit

Esco & „Nix kann, alles muss“: Durchdachte Texte am Nerv der Zeit

Versprühten sie vor ein paar Jahren noch ihr Karma, melden sich Esco nun mit ihrer neuen EP (via Sounds Like A Million Records) zurück. „Nix kann, alles muss“ ist der nächste Streich der Rostocker!


Ein Artikel von Nina Paul – Alle guten Dinge sind drei. So erscheint mit „Nix kann, alles muss“ die neue EP von Esco. Nach „Bandsalat“ (2016) und „Karma“ (2018) gibt es nun von den Norddeutschen neues Material zu hören.

2014 gegründet und stets ihrem Mix aus Pop, Hip Hop und Indie-Elementen, auch einfach kurz „Alternative Hip Hop / Indie Rap“, treu geblieben, kann man auf ihrem neuesten Werk 6 Tracks hören, die wieder politisch und gesellschaflich nah am Nerv der Zeit kratzen.

Eric Winter und Thomas Nabrich sind Denker, Träumer, Beobachter und sprechen in ihren Songs immer Klartext. Ohne Schnörkel gibt es ein volles Paket direkt auf den Tisch. Mit „Lautlos Schreien“ wurde genau dieses schmackhaft gemacht. Über Rückschläge im Leben, Unzufriedenheit in der Karriereentwicklung, werden die richtigen Worte über Themen wie moderner Kapitalismus und Ethik angesprochen.
 

… Lieber Rotwein in der Hand als Trauben auf dem Dach …

 
Bei Esco darf aber auch mal richtig getanzt werden (siehe „Souvenir“), immer nach dem Motto: Tanzbar – Was für die Ohren, für das Gehirn und für die Füße. So gibt es durchdachte Texte mit einem fetten Beat.
Ambivalente moderne Verhaltensweisen und so auch aufgrund der aktuellen globalen Situation, extrem am Nerv der Zeit am Hantieren, zeigt sich in „R-Evolution“. Den Bass im Abdruck und eine gewisse Rastlosigkeit, immer die Hand am Griff zum „Nächste(r)n Gang“. Wenn dann noch „Nix kann, alles muss“ der Titelgeber der EP sich thematisch an aktuellem Gedankengut und gesellschaftlichem Verhaltensweisen orientiert, ab da zeigt sich, wie sehr Eric Winter und Thomas Nabrich sich als gesellschaftliche Beobachter und Erzähler positioniert haben. Stehen sie so „Über allen Dingen“? Esco nehmen so auf jeden Fall eine reflektiertes Fazit.

Musikalisch sind die Rostocker keine Neuerfindung, aber textlich heben sie sich von anderen ab und bleiben gerade deswegen mit ihren Füßen auf den Boden und erzählen die wahren Dinge aus dem Leben.
Genauso fangen sie wieder einen mehr als ein. Nix kann, alles muss“ – Esco können es auf jeden Fall und kommen immer mehr in Fahrt. Wäre nun dieses Jahr auch etwas mehr Festival angesagt, dann wären diese beiden da auf jeden Fall ein guter Fang für gewesen. Aber aufgschoben ist noch lange nicht aufgehoben!

See Also

Hier bestellen: http://smarturl.it/ESCO.Nix.Kann.EP


Autorin: Nina Paul

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