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Friedberg & „YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH“: Yeah

Friedberg & „YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH“: Yeah <3

Anna, Emily, Cheryl und Laura sind Friedberg – und meine neue Lieblingsband.

Als ich „Lizzy“ zum ersten Mal hörte, konnte ich nicht glauben, dass mir vorher niemand etwas von Friedberg erzählt hatte. Dass die Band so an mir vorbeigegangen war – und gleichzeitig noch ganz am Anfang ihrer Geschichte standen. Denn „Lizzy“, das war ein Song, der mich direkt mitten ins Herz traf. Mit seiner Tanzbarkeit, mit seinem mich nostalgisch werdenen Spät-00er-Indie-Sound, mit seiner mitreißenden Dynamik.

Die All-Female-Band aus London rund um Sängerin und Namensgeberin Anna Friedberg, die 2019 ihre ersten gemeinsamen Tracks veröffentlichten, haben beschlossen, ihr/mein/unser aller 2021 zumindest musikalisch zu einem richtig guten Jahr zu machen. Dafür veröffentlichen sie nun (endlich) ihre Debüt-EP mit dem wunderschönen Namen „YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH„.

Auf „YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH“ ist auch „Lizzy“ zu finden, einer der fünf Tracks, die insgesamt 16 Minuten füllen. Dass sonst kein Song auch nur annähernd so klingt wie der Anwärter auf meinen Lieblingstrack 2021, ist ausnahmsweise richtig toll und aufregend.

Denn kennt ihr das, wenn ihr einen Song findet, euch so richtig doll verliebt, große Hoffnungen habt – und dann alles andere so gar nicht danach klingt und irgendwie underwhelming ist? Hier ists eher overwhelming. Auf eine sehr gute Art und Weise!

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Friedberg bringen auf ihrer EP eine besondere Mischung aus Sounds zusammen, die einzeln schon so sehr meinen Geschmack treffen, dass sie mich gemeinsam vor Euphorie taumeln lassen. Das bereits erwähnte Late 2000s-Indie-Ding von „Lizzy„, das sich in einer völlig anderen Facette auf „Yeah“ wiederfindet (unter anderem mit Cowbells – Cowbells sind bei Friedberg sehr essentiell!).  Der klare Alternative-Rock-Soung von „Pass Me On“ und das wilde Synthesizer-Cowbell-Duell auf „Midi 8„. Schließlich das vollkommen zurückgenommene „Your Hollywood„, das Anna Friedbergs Stimme so klar und mit ihren Worten schmerzvoll in den Mittelpunkt stellt.

Für mich ist „YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH YEAH“ ein vielversprechendes Friedberg-Testpaket, das mich nach dem ersten Hören schon dazu verleitet, ein Vollzeit-Abo als Fan abzuschließen. Das hier ist eine Debüt-EP vom Feinsten, welche die Vielseitigkeit des britischen Quartetts so wunderbar in Szene setzt und uns kleine Häppchen von dem füttert, auf das wir uns in den nächsten Jahren freuen können.

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