Frittenbude sind zurück! Ist das wirklich so? Gibt’s die noch? Haben die sich noch nicht die Köpfe eingeschlagen? Haben sie nicht. Jakob baut noch den Beat, Martin haut in die Git und Johannes zerflext uns noch das Hirn mit den kleinen und großen unbequemen Wahrheiten über Deutschland, das Leben, die Liebe und die Sucht.


Nach einigen Soloprojekten, einer gemeinsamen Reise nach Nepal und auch etwas Abstand voneinander und der eigenen Selbstwahrnehmung, haben sich Johannes Rögner, Martin Steer und Jakob Häglsperger Anfang des Jahres 2018 erst einmal zusammen in ein abgeschiedenes Haus in der Uckermark gesetzt und geschaut, wo die musikalische Reise überhaupt hingehen könnte für Frittenbude. Denn straight nach oben ging sie jetzt schon lang genug. Mit viel Whiskey und Wein, einer MPC, ein paar Gitarren und Textfragmenten saß man zusammen und ließ den Funken überspringen. Das Ergebnis ist eine Platte voll berauschter Glückseligkeit, die Freund und Feind nie aus den Augen verliert.

Allein das erste Vorabstück „Die Dunkelheit darf niemals siegen“ (feat. Jörkk Mechenbier von Love A), welche mit ihrer präzisen Aufarbeitung der oft klischeehaft beschriebenen Zeitgeist-Probleme messerscharf durch die braunen Blöcke schneidet und oftmals die eigenen bunten Blasen zum Platzen bringt: oft tut es weh, so viel Wahrheit zu hören. Die erste Single „Süchtig“ verhandelt die Fragen nach den notwendigen und überflüssigen Süchten unserer Gesellschaft neu und packt sie in ein mal grausames, mal romantisches Gewand.

Frittenbude sind eine Band, die mit ihrer lebenslustigen Rebellion seit nunmehr 13 Jahren gegen die Erkenntnis ankämpft, dass das Leben nicht immer schön ist und dennoch zelebriert gehört. Widersprüchlich und immer fragend, süchtig nach Leben und der Sucht an sich, einvernehmlich unzufrieden mit den herrschenden Zuständen und dennoch latent glücklich. Das nun erscheinende Ergebnis dieser 13 Jahre und eines gemeinsamen Sommers im Studio, „Rote Sonne“, ist ein Album, welches die angesprochenen Widersprüche der Band perfekt einfängt und wiedergibt: Mal kryptisch, mal plakativ ziehen sich die Texte des Sängers Johannes durch das stimmige aber experimentierfreudige Soundbild von Martin und Jakob. Wut trifft auf Liebe, Sucht auf Klarheit und Aggression auf Lässigkeit. Denn zu wissen, dass man kämpfen muss, führt nicht automatisch zu Bitterkeit. Selten hat man dieses Lebensgefühl so deutlich gespürt wie auf diesem Album.

Rote Sonne“ von Frittenbude erscheint am 22. Februar 2019 bei Audiolith. Im März und April ist die Band auf Tour.


15.03.2019 Hannover, Faust
16.03.2019 Hamburg, Uebel & Gefährlich
21.03.2019 Wien, Flex
22.03.2019 Salzburg, Rockhouse
23.03.2019 Graz, PPC
28.03.2019 Dresden, Scheune
30.03.2019 Berlin, Festsaal Kreuzberg
04.04.2019 Jena, Kassablanca
05.04.2019 Leipzig, Täubchenthal
06.04.2019 Wiesbaden, Schlachthof
11.04.2019 Münster, Gleis 22
12.04.2019 Essen, Hotel Shanghai
13.04.2019 Köln, Luxor
25.04.2019 Nürnberg, Z-Bau
26.04.2019 Stuttgart, Im Wizemann
27.04.2019 München, Muffathalle


Presse: Audiolith International GmbH / Foto: Bastian Bochinski