Der erste Festival Tag hat seine Spuren hinterlassen. Mit leichtem Sonnenbrand auf der Nase beginnt der zweite Tag des Full Force Festival 2019. Während man halb schlaftrunken aus dem Zelt steigt, scheint einem die Sonne bereits ins Gesicht und es ist keine einzige Wolke in Sicht. Erstmal gehts zum Frühstückszelt, denn mit Kaffee intus sieht die Welt schon ganz anders aus.


Ein Artikel von Lisa Schulz – Die Nachbarn beginnen den Tag mit Rammstein und Dosenravioli – auch schön! Überall auf dem Campinglatz sitzen mehr oder weniger verschlafene Gesichter vor Ihren Zelten und gönnen sich das erste Dosenbier, bevor es gegen mittag auf zum Festivalgelände geht. Mein Fazit vom Full Force-Samstag:


Die Stimmung

Schon früh morgens ganz oben! Während man noch über den Campingplatz schlendert hört man aus der Ferne Musik. Das ist doch? Ne, kann nicht sein…oder doch?! Mambo Kurt liefert mit seiner Heimorgel ein Geheimkonzert auf dem Zeltplatz ab. Besser kann der Samstag nicht starten. Während The King of Heimorgel „seine“ besten Songs zum mitsingen zum Besten gibt, rasten die Umstehenden aus. Die Menge um Mambo Kurt wird immer größer und feiert zu Liedern wie „Krawall und Remmi Demmi„. Schöner kann der Samstag nicht beginnen.

Das Wetter

Selbst im Schatten läuft der Schweiß den Körper runter. Muss ich mehr sagen? Ein Glück, dass das Full Force-Team mitgedacht hat und es neben dem See noch andere Stellen zum Abkühlen gibt. Unter der riesigen Discokugel oberhalb der MainStage tropft das Wasser auf die Leute hinunter und bewahrt einen vor dem Hitzeschock.

Die Konzerte

Harakiri For The Sky spielen heute als erste Band auf der Medusa Seehbühne. Die Band aus Österreich hatte ich zuvor nicht auf dem Schirm, aber während man gemütlich im kühlen Wasser schwimmt, überzeugen die Post-Black-Metal-Band mit starkem Sound und hammer Stimme.

Auf der Mad Max Mainstage treten heute Bury Tomorrow, At The Gates und Knorkator auf. Letztere sind natürlich schon bekannt für ihre abgefahrenen Liveshows und enttäuschen auch heute nicht. Das Publikum feiert die Show die zwischen humorvoll und verstörend hin und her schwankt jedenfalls ab.

Auf der Hardbowl Tentstage kann man sich am Festivalsamstag die Punkband Massendefekt reinziehen, gefolgt von der ukrainischen Band Jinjer. Heute kann als der Tag der starken Frontfrauen verbucht werden, denn bei ihrem Auftritt überzeugt Jinjer-Sängerin Tatiana Shmaylyuk mit kraftvollen, derben Shouts und unglaublicher Bühnenpräsenz. Wenn wir schon mal bei dem Thema starke Frontfrauen sind kommen wir auch schon zum…

Highlight des Tages

ARCH ENEMY. Die schwedische Melodic-Death-Metal- Band zeigt mit Frontfrau Alissa, dass Frauen ihren Platz in der Welt des Metall mehr als verdienen haben. Krasse Bühnenshow, die von Feuersequenzen unterstrichen wird. Absolut Sehenswert. Neben Arch Enemy muss als zweites Highlight ein weiters Mal Jinjer genannt werden. Gut, dass die Band im August auf Sommertour in Deutschland ist und man Sie sich ein weiteres Mal anschauen kann.

Ohrwurm des Tages

Neben diversen Ohrwürmern die Mambo Kurt uns am morgen beschert hat, sorgen Arch Enemy als Headliner am Abend für mega Stimmung. „The Eagle Flies Alone“ bleibt hier besonders im Ohr hängen, denn Sängerin Alissa White-Gluz überzeugt mit Ihrer Stimme auch live.

Überraschung des Tages

Die Harcore-Band Malevolance aus England. Die Jungs eröffnen den Samstag als erste Band auf der Hardbowl Stage. Obwohl einige Leute die Nacht durchgemacht haben und noch sichtlich angeschlagen sind, haben sie es sich nicht nehmen lassen, um 14 Uhr zur Bühne zu marschieren, um die Band live zu sehen. Das Zelt wird von  Minute zu Minute voller und ist kurz vor Beginn des Auftritts komplett gefüllt. Der Auftritt von Malevolance ist energiegeladen und das Publikum zieht mit.


Autor & Foto: Lisa Schulz