Gestern Kassel, heute Berlin und morgen die Welt: ungefähr so sieht die Route von FYE & FENNEK aus. Auf diese Reise – sei sie nun zu sich selbst, zueinander, zu fernen Orten  – nimmt uns das Duo auf ihrem Debütalbum „Separate Together“ mit.

Das, was „Separate Together“ ausmacht, ist sein unkonventioneller Sound. An jeder Ecke, an der wir uns intuitiv nach rechts wenden würden, leiten uns FYE & FENNEK nach links. Das hier sind keine Beats, die wir seit 5 Jahren immer wieder hören. Nein, das hier ist frisch.

Mit „Miles Davis“ und „Places“ ließen sie uns bereits erahnen, wohin das alles führen könnte. Nach 12 Songs jedoch, die das Album beinhaltet, lässt sich behaupten, dass zwei Songs allein bei weitem nicht wiedergeben konnten, wie viel „Separate Together“ mit sich bringt. Von Song zu Song ändert sich die Facette, der Schwerpunkt, das Muster. Mal ist es elektronischer, mal melodischer. Schneller, langsamer. Ruhiger, tanzbarer. Nachdenklicher, losgelöster. In den wildesten Kombinationen.

Willkürlich ist dabei allerdings nichts. FYEs Stimme, mal dunkel & stark, dann wieder hoch & zart, fusioniert nahtlos mit FENNEKs Beats, mit den Piano- und Gitarrenelementen, mit den Loops und Breaks. Zusammen erzeugen sie ein wohliges Gefühl der Sorgenlosigkeit, ein Stückchen Alltagsflucht.

Songs wie „Suicide Blond“ und „Picasso Heartbeat„, die man allein fürs Naming schon lieben kann. Das ruhige „Suitcage„, durch das FYEs Stimmgewalt im alleinigen Fokus steht. Das besondere i-Tüpfelchen, wenn FENNEK beim Closing „Hear The Sun My Love“ nicht nur zu den Tasten, sondern auch zum Mikro greift.

Und manchmal kommt die (räumliche & musikalische) Nähe zu Kassel und Milky Chance schließlich doch in seiner schönsten Form durch. Dann übernimmt die Gitarre den Takt und zaubert Songs wie „Sadelite„, dem perfekten Soundtrack für warme Sommernächte.

FYE & FENNEK, eine Kombination zweier Namen, die wir in den nächsten Jahren häufiger hören werden. Eine Kombi, die die Indietronica-Szene aufmischen und erobern wird. „Separate Together“ ist nur der erste große Schritt.



Autorin: Anna Fliege / Photocredit: Simon Hegenberg

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