Now Reading
Gekonnter Wechsel: You Me At Six & „VI“

Gekonnter Wechsel: You Me At Six & „VI“

We’ve made something we can stand behind” so lauten die Worte von Josh Franceschi zum mittlerweile 6. und neuem Album der Band You Me At Six, welches den schlichten Titel VI trägt.

Gerade mal ein Jahr ist es her, dass das letzte Album namens Night People der Band herauskam, heute, ein Jahr später präsentieren uns die Jungs ein Album und sind dabei selbstbewusster wie noch nie. Produziert wurde das Album von Dan Austin und zum ersten Mal von der Band selber co-produziert. Und das kann sich hören lassen.

VI unterscheidet sich von den vorherigen Alben der Band. So lassen Songs wie “3am“ und “Danger“ die eher poppigen Seiten der Band vorscheinen ohne das die dabei ihren Biss in den Lyrics verlieren. Und so ist “Danger“ ein Titel der zwar anders als die sonstigen Songs von You Me At Six klingt, sich aber trotzdem sofort in den Kopf setzt und nicht mehr rauswill. Für Fans der ersten Stunde mag das jetzt erstmal nicht so klasse anhören aber auch die kommen bei VI zu ihren Gunsten.

So kommen in Tracks wie “Fast Forward“ oder “Predictable“ die typischen Seiten der Band zur Schau und auch die enttäuschen nicht. Melodien die packend sind oder halt Lyrics die zum Mitsingen verführen – You Me At Six beweisen auch dieses Mal das sie es immer noch können, auch wenn sie dabei immer wieder zwischen Alternative Rock und Pop wechseln.

Auch wenn bei VI diesmal leider keine der klassischen Balladen der Band mit dabei sind, die sie immer so gekonnt geschrieben haben – einzig “Losing You“ der ehesten in diese Spalte zugeordnet werden könnte. Doch auch hier sind es nur die Lyrics die an die epischen Balladen der Band erinnert, stilistisch ist der Song etwas komplett anderes. Das ist schon schade, aber dafür machen andere Songs diesen kleinen Ausrutscher wieder gut.

Insgesamt ist VI ein stimmiges Album, das selbstbewusst zwischen verschiedenen Stilen wechselt. Dabei verlieren You Me At Six nie ihren Biss, sei es bei den Texten oder ihrer Musik. Sie wissen immer noch wie man packende Melodien schreibt und führen diese gekonnt vor. Einzig allein ist es schade, dass bei diesem Album leider die wirklich ruhigeren Songs fehlen. Das macht aber den Gesamteindruck nicht schlechter, denn trotz diesem kleinem Makel bleibt VI ein solides Album.

See Also



Autorin: Carolin Czarnecki Foto: Verstärker

Scroll To Top
Translate »