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Ghetto Royal & „Persona Non Grata“: Unverblümte Ehrlichkeit direkt ins Ohr

Ghetto Royal & „Persona Non Grata“: Unverblümte Ehrlichkeit direkt ins Ohr

Es kommen Debütalben, die sind auf einmal und leise da und dann gibt es solche, die direkt einschlagen. Ghetto Royal haben mit „Persona Non Grata“ auf jeden Fall die lautere Version gewählt und das ist auch gut so!

Persona Non Grata“ – Ein nicht gern gesehener Mensch! Dabei werden die Passauer von Ghetto Royal sehr gerne wahrgenommen, da sie eines sehr gut mit ihrer Musik schaffen: Deutschrock intelligent und unverschnörkelt in ein Gesamtpaket zu packen!

Mit ihren authentischen Texten, verspielten Rockklängen, im Sound der 90er Jahre, schaffen sie es mit allen 9 Songs ehrlichen Rock am Zahn der Zeit zu kreiieren und dabei einen mit Wut und Meinung direkt ins Gehör zu rocken.

So bekommt zum Beispiel so direkte Zeilen wie: „Wenn ich du wär, wär ich lieber ich du kannst es drehen & wenden wie du willst Wenn ich du wär, wär ich lieber ich, denn jeder kriegt was er verdient (aus Achilles)“ ganz unverblümt zu hören. Mal sind ihre Stücke ruhiger und balladiger angehaucht (Berg & Tal), dann aber auch wieder hymnenartiger nach vorne preschend (Irgendwas ist immer).

Was die Vorabsingles „Gute Laune Müsli“, „Hyänen“, „Irgendwas ist immer“, „Achilles“ und „Komplett im Arsch“ schon deutlich ankündigten, wurde bei den weiteren Tracks auf „Persona Non Grata“ seitens der Kombo von Ghetto Royal nicht enttäuscht. Es gibt deftigen Deutschrock, thematisch mal die Gesellschaft anprangernd, dann über Depressionen und Gedankengänge, Beziehungen und Beobachtungen aus dem Leben.

„Ich geh mein Boulevard of Broken Dreams,
Ich schmeiß mein Leben auf den Sondermüll
Oh, such mich nicht, ich will mich nur verlier’n
Irgendwo zwischen Jetzt oder Nie“

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Ghetto Royal stehen auf jeden Fall für eines: Deutschrock, wie er auf die Bühnen gehört. Unverschnörkelt, direkt, durchdacht, etwas pompös und doch mit Gedanken aus der Bordsteinrinne.

„Persona Non Grata
für die geifernde Brut
dem ein‘ geht’s beschissen, dem ander’n geht’s gut
einer für alle, alle für einen, aber alle gegen mich“

Kurz: Das Debütalbum „Persona Non Grata“ von Ghetto Royal erinnert an eine gute Wandertour, mal ist der Weg härter, dann wieder sanfter. Mit den steinigen, ehrlichen Worten aus dem Leben, manchmal aus dem Nebel des Lebens gesprochen, kommt am Ende immer der Durchblick. Reinhören lohnt sich, demnächst live erleben  definitiv!

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