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Gracie Abrams & „minor“: Eine Ode an die verblassende Jugend

Gracie Abrams & „minor“: Eine Ode an die verblassende Jugend

Eine eindringliche Stimme, mitreißende Melodien und Songwriting, dass unter die Haut geht: Gracie Abrams Debüt-EP „minor“ hakt diese Attribute mit Leichtigkeit ab. Und gewährt uns dabei einen Einblick in die Schwere der Gedanken einer 21-Jährigen.

DIE KÜNSTLERIN

Gracie Abrams wird nur zu gerne mit Labels versehen: Ihr Vater ist der berühmte Hollywood-Regisseur J.J. Abrams. Sie wird als „die neue Lorde“ gehandelt. Was viele dabei vergessen: Gracie Abrams ist eine talentierte, sympathische, aufstrebende Künstlerin, die Vergleiche und „Tochter von…“ eigentlich gar nicht nötig hat. Musik macht und veröffentlicht sie auf ihren Social Media-Accounts schon eine ganze Weile, ihre hochoffizielle Debütsingle „Mean It“ veröffentlichte die 21-Jährige im letzten Herbst.

DER SOUND

Auch, wenn die Songs im heimischen Schlafzimmer entstanden ist, handelt es sich bei „minor“ nicht um den so kultig gewordenen Bedroom Pop. Die Songs haben Tiefgang, dramatisch-schöne Piano-Passagen, eklektische Beats und Abrams Stimme stets als Star im Mittelpunkt.

DIE THEMEN

Gebrochene Herzen, verlorene Freundschaften und der ewig anhaltende Druck, der zu unschönen Dingen wie Neid und Verrat führt. Gracie Abrams bringt große Themen in kleinen Metaphern unter beweist dabei ihr Storytelling-Talent.

DER LIEBLINGSTRACK

Mit „21“ trifft Abrams meinen Geschmack haargenau: Mehrstimmige Passagen. Leichte Beats, die zum unbeschwerten Tanzen anregen. Eine sich aufbauende Dynamik, die dabei nicht in überkochende Pop-Eskapaden endet.

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DIE PERFEKTE ERGÄNZUNG FÜR…

Diejenigen, die wie ich Künstlerinnen a lá Maggie Rogers, Holly Humberstone und Lorde (nur eine Empfehlung, kein Vergleich) lieben und ihr Repertoire erweitern wollen.

DAS FAZIT

minor“ zeigt, wie vielfältig Gracie Abrams Musik sein kann. Ein bunter Blumenstrauß aus Harmonien, die man nur zu gerne hört und sich ausgebreiteter auf einem Album wünscht. Die 21-Jährige wird in der kommenden Zeit eine der interessantesten Newcomer*innen werden und schon bald aus den von der Presse gezimmerten Schubladen ausbrechen können.

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