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„Gravity“ – Gefühlsachterbahn bei Bullet For My Valentine

„Gravity“ – Gefühlsachterbahn bei Bullet For My Valentine

Drei Jahre nach Veröffentlichung Ihres letzten Albums „Venom“ bringen Bullet For My Valentine am 29. Juni Ihr neues Album „Gravity“ heraus und schlagen damit ein neues Kapitel auf. Musikalisch und persönlich hat sich einiges bei der britischen Band geändert und das hört man dem mittlerweile sechsten Studioalbum auch an.

Das erste Album „The Poison“ wurde 2005 veröffentlicht und etablierte die Waliser als erfolgreiche, moderne Metalband. In 13 Jahren kann sich einiges ändern, doch die Band bleibt Ihren eingängigen Melodien treu, erweitert Ihr Spektrum allerdings um elektronische Beats, vermischt mit dem bekannten Metalsound.

Nachdem die letzten beiden Platten von langjährigen Fans nicht ganz so gut aufgenommen wurden, erscheint „Gravity“ wie ein Hoffnungsschimmer. Oldschool BFMV Sound gepaart mit neuen Genreeinflüssen und der vertrauten, rauchigen Stimme von Matt Tucker lassen einen aufhorchen. Der glänzt auf dem neuen Album mit seinem Gesang, liefert allerdings weniger Shouts als noch zuvor. Viele der Songs klingen anfangs sanft und emotional um dann an Tempo und Intensität zuzunehmen.

Auslöser der Gefühlsachterbahn auf „Gravity“ ist hier wieder kein anderer als Sänger Matt Tucker, der auch Songwriter von Bullet For My Valentine ist. Der Kopf der Band verarbeitet im neuen Album seine Scheidung und lässt seiner Gefühlswelt freien lauf. „Over It“, „Letting You Go“, „Don´t Need You“ – schaut man sich allein die Tracklist an wird klar, dass hier eine Menge Wut und Schmerz verarbeitet wurden.

Der Opening Track des Albums „Leap Of Faith“ glänzt mit den bereits erwähnten elektronischen Elementen und ist nicht ganz so heavy, wie man es gewohnt ist. Für Fans der ersten Stunde ist der Song „Don´t Need You“ perfekt, denn er spiegelt fast schon den klassischen Sound der Metalband wieder. „Over It“ wurde bereits im Voraus veröffentlicht und bringt eingängige Melodien und bleibt im Kopf hängen, während die Tracks „The Very Last Time“ und „Under Again“ langsamer und emotionaler sind und mehr Gesang und atmosphärischen Sound liefern. „Breathe Underwater“ ist eine akustische Ballade und schließt das Album ab.

Insgesamt ist das sechste Album von Bullet For My Valentine nicht so hart wie gewohnt, dennoch eingängig und absolut hörenswert.

See Also


BULLET FOR MY VALENTINE live
24.10.2018: Berlin, Columbiahalle
26.10.2018: Frankfurt, Jahrhunderthalle
27.10.2018: Köln, Palladium
28.10.2018: München, Zenith
30.10.2018: CH-Zürich, Samsung Hall
03.11.2018: Leipzig, Haus Auensee



Autorin: Lisa Schulz / Photocredit: Ville Juurikkala

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