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Griff & „One Foot In Front Of The Other“: Die Pop-Revolution ist im vollen Gange

Griff & „One Foot In Front Of The Other“: Die Pop-Revolution ist im vollen Gange

Die Musik von Griff ist nicht nur mitreißend, sondern auch ein wichtiger Schritt für die gegenwärtige Popmusik.

Junge, wahnsinnig talentierte Frauen gibt es in der Popmusik des Jahres 2021 im gefühlten Überfluss. Olivia Rodrigo hat innerhalb weniger Monate Rapper Drake in den Alltime-Besten-Listen überholt, Maisie Peters vor einigen Tagen endlich ihr Debütalbum angekündigt, girl in red bereits eines der besten Alben des Jahres veröffentlicht, die Hamburgerin Zoe Wees feiert ihren internationalen Durchbruch und Griff hat den begehrten Rising Star BRIT Award gewonnen.

Letztere hat nun ihre neue EP „One Foot In Front Of The Other“ veröffentlicht. Der Titel klingt fast wie ein Mantra für ein gesundes Mindset einer aufsteigenden Künstlerin. Ein Schritt nach dem anderen, nichts überstürzen, sich nicht drängen oder stressen lassen. Sich als Sängerin, Songwriterin, Produzentin und Modedesignerin austoben, alles zu seiner Zeit.

Die sieben Tracks sind mitreißende, große Popsongs, darunter der Instant-Hit „Black Hole“ und das vor kurzem veröffentlichte „Shadows of Yellow“ sowie der namensgegebende Titeltrack. Angereichert mit weiteren grandiosen Beatgeflechten, mal in Form von balladigen Tracks wie „Heart of Gold“ und „Earl Grey Tea„, mal euphorisierend in „Remembering My Dreams“ und „Walk„, zeigt Griff auf ihrer EP ein breites Kaleidoskop an Talent.

Ein Blick in die Credits erweitert das bereits bestaunte Talent der 20-jährigen Britin nochmal. Performed by Griff. Written by Griff. Produced by Griff. Owned by Griff.

Es mag nicht immer sofort offensichtlich sein, doch das Pop-Genre steckt in einer wichtigen Revolution. Wie ich sind auch diese Künstlerinnen mit dem Medientrubel um Britney Spears aufgewachsen. Haben gesehen wie All-Female-Bands (z.B. Little Mix) jahrelang behandelt wurden. Haben das Drama um Taylor Swift und ihre Masters als Fans hautnah mitbekommen. Die Künstlerinnen der neuen Pop-Ära wissen ganz genau, was sie wollen – und was nicht.

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Uns wird eine neue Generation an Pop-Artists auf dem Silbertablett präsentiert, die sich nicht von Industrie & Medien zurechtbiegen lassen, die selbstbestimmt und selbstbewusst vor die erwartungsvolle Musikwelt treten und zurecht so viel Anklang finden.

Es liegt an uns, diese Künstlerinnen mit Respekt und Liebe und zu behandeln und sie die großartigen Vorbilder für die kommenden Generationen und aufstrebenden Stars sein zu lassen, die sie sein wollen. Keine industry plants, keine zur Perfektions-Norm getrimmten Spielfiguren der geldgierigen oberen Reihen. Lasst sie jung und experimentierfreudig sein. Starke, laute Meinungen haben. Gebt ihnen die Möglichkeit, sich zu entwickeln und zu verändern. Lasst euern Sexismus, unrealistische Erwartungen und realitätsferne Idolisierung sein.

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