Hier ist „ICH“ – Hier sind Moop Mama! Die 10 köpfige Brassband aus München veröffentlichte mit „ICH“ via Mutterkomplex – Urban Media Ug (Soulfood) ihr viertes Studioalbum.

Auf 13 Tracks gibt es die gewohnte Mischung aus Hip Hop/Rap und einem bombastischen Sound. 7 Bläser, 2 Drummer und 1 MC kommen auf dem Album zu einer heißen Einheit mit viel Bewegung zusammen, eben ein Ich.

Wenn dann noch so Songs wie „Molotow“ auf einen treffen, die thematisch sich an Liebe anlehnen und dabei einen Blick auf das urbane städtische Geschehen haben, da trifft die 2009 gegründete Band genau den Nerv der Zeit.

Mit ihrem Urban Brass findet die Gruppe um Tenorsaxophonist Marcus Kesselbauer und MC Keno die passenden Geschichten aus dem modernen urbanen Sein und spiegeln das Bild der Gesellchaft in ihren Worten wieder.

Sei es das Mädchen mit der „Kapuze“, die sich vor allem äußeren zu verstecken scheint und so unscheinbar wie möglich durch ihren Alltag geht oder das doch dem alltäglichen Gedankengut des „Shitstorm“-Verhaltens der Gesellschaft und ihrer teils Belanglosigkeit dahinter, Moop Mama finden die passenden Worte und verpacken diese verstädndlich und mit einem Hauch von Witz und Charme in ihre Lyrics.

So viel so gut, haben die Münchner auch noch Gäste auf „ICH“. Mit Kryptik Joe (Deichkind), Fatoni und Danger Dan (Antilopen Gang) gibt es tatkräftige Unterstützung am Mikrofon. Genaue diese Besucher lassen sich auch beim Sound der einzelnen Stücke wiederfinden, so hört sich „Wildnis“ recht derbe an und hat den richtigen Booooom im Klang. Den Humor und die Spritzigkeit Fatonis macht dagegen „Hier Bin Ich“ aus. Passender für Moop Mama geht es also nicht.

Soundtechnisch knüpft „ICH“ an seine Vorgängeralben an, obwohl dieses Album sich durch seine etwas mehr an Energie von den anderen abhebt.

„ICH“ von Moop Mama – Ein Album, welches immer passt und textlich zwischen Utopien und den knallharten Wirklichkeiten spielt. Dabei einen fetten Bass und sieben extrem umwerfende Bläser – Eben eine Platte mit viel Bewegung.


Autorin: Nina Paul / Foto: Felix Baab