Hozier wird Euch am ehesten durch seine Debütsingle „Take Me To Church“ bekannt sein.


Ein Artikel von Lisa Schulz – Der irische Musiker veröffentlichte den Song 2013 und landete damit einen Hit, der überall rauf und runter gespielt wurde. 2014 veröffentlichte Hozier sein erstes Album, vier Jahre später folgt seine EP „Nina Fried Power“ mit gleichnamiger Tour und im nächsten Jahr steht das Release seines neuen Albums an.

Es ist zwar schon Anfang Dezember aber bei knapp 10 Grad lässt es sich relativ entspannt zum Carlswerk Victoria in Köln laufen, in der heute Abend das Hozier Konzert stattfindet. Die Location ist irgendwo hinter dem Palladium und dem E-Werk und man sieht hier und da Grüppchen verwirrt rumlaufen und nach dem richtigen Weg suchen. Nach einigen Minuten, in denen man noch orientierungslos durch die Gegend läuft, hat man dann aber jemanden mit Ortskenntnis gefunden und kommt seinem Ziel näher. Vor dem Carlswerk angekommen, wird man von einer ziemlich langen Menschenschlange begrüßt, die freudig auf den Einlass wartet.

In der Halle angekommen sammeln sich alle schnell vor der Bühne, die schon mit Instrumenten bestückt und blau beleuchtet ist. Um 20 Uhr tritt Suzanne Santo als Support auf, die später noch gemeinsam mit Hozier, als Teil seiner Band, auf der Bühne stehen wird. Die amerikanische Künstlerin steht mit Ihrem erst heute in Köln gekauften, langen, schwarzen Kleid und passendem schwarzen Hut, von Ihr liebevoll Frankensteins Braut Outfit getauft, auf der Bühne und überzeugt mit Ihrer starken, rauchigen Stimme und Ihrer tanzbaren Folkmusik. Man merkt direkt, dass man es hier mit einer starken Frau zu tun hat, die in der einen Minute noch einen rockigen Song, gefolgt von einer Ballade vorträgt und dem Publikum dann noch kurz erklärt was „showpoop“ ist. Für die Neugierigen – „showpoop“, ist das Klebeband, das auf der Bühne benutzt wird, um Markierungen zu setzen und dann an allen Möglichen Ecken hängen bleibt, wie zum Beispiel am Schuh und der Violine von Suzanne.

Nach einer halben Stunde verlässt die Künstlerin die Bühne um dann um 21 Uhr zusammen mit Hozier und den sechs weiteren Bandmitgliedern, die Bühne zu betreten. Hozier, mit bürgerlichen Namen Andrew Hozier-Byrne, sorgt für einen sanften Einstieg, um dann beim zweiten Song mit „Nina Cried Power“ richtig loszulegen. Der Künstler klingt live noch beeindruckender und harmoniert mit seiner 7-köpfigen Band, die an diesem Abend zig verschiedene Instrumente spielen. Das Ganze ergibt eine beeindruckende, mitreißende Liveshow, bei der keiner im Publikum ruhig stehen bleiben kann.

Hozier spielt an diesem Abend viele Songs seiner neuen EP wie „Shrike“ und „Movement“ aber auch Titel seines ersten Albums wie „Cherry Wine“ bei dem er ohne Band, nur begleitet von seiner Gitarre auf der Bühne steht. Um kurz nach 22 Uhr kommt dann natürlich auch „Take Me To Church“ welches vom Publikum begleitet gesungen wird, schließlich ist der ausdrucksstarke Song nicht umsonst so beliebt. Als Zugabe bekommt das Kölner Publikum ein Cover des Destiny´s Child Song „Say My Name“ und Hoziers „Work Song“ bevor er sich unter Klatschen und Jubeln von der Bühne verabschiedet und das Publikum zurück in die laue Dezembernacht schickt.


Autorin und Foto: Lisa Schulz